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BIG goes BIG: Erneut Deutschlands Nummer eins

Hintergründe zum Premier Tour-Erfolg

BIG goes BIG: Erneut Deutschlands Nummer eins

Sie haben es schon wieder geschafft. 'Don Arts' und BIG sind Champions.

Sie haben es schon wieder geschafft. 'Don Arts' und BIG sind Champions. Premier Tour

Den Pokal in der Hand und ein Lächeln auf dem Gesicht. Die Freude nach dem Titelsieg beim Winter Cup in Neu-Ulm ist groß bei Finn-Lukas 'Don Arts' Salomon und BIG. Eine Titel-Premiere ist es für 'WhiteKnight', 'Don Arts', 'ZaZee', 'Carzzy' und 'labrov' nicht. Sei es bei den Premier Tour-Turnieren der ersten Jahreshälfte in Berlin und Bonn oder den EU Masters im September, BIG stand häufig ganz oben.

Die Spieler haben sich inzwischen angefreundet mit dem Siegen. Leichter macht es das nicht. "Ich glaube, viele Teams haben das Problem, dass sie übermütig werden, nachdem sie ein wichtiges Turnier gewinnen und dann mit dem Druck nicht umgehen können, da jeder erwartet, dass sie weiterhin gewinnen", sagt auch 'Don Arts'. Nach dem Sieg gegen die europäische Konkurrenz bei den EU Masters, wirkten die deutschen Mannschaften schließlich nicht mehr halb so bedrohlich. Auch die Erwartungshaltung im Team war deswegen der Titelgewinn. "Jedoch haben wir ad hoc gaming im Finale nicht unterschätzt und wussten, dass sie ein starker Gegner sind, den man ernstnehmen sollte." Das hatte die konkurrierende Mannschaft kurz vor dem Finale unter Beweis gestellt, als ad hoc gaming BIG mit 2:1 besiegte und damit ins Lower Bracket beförderte. Kleineren Stolpersteinen konnte Salomons Team also nicht aus dem Weg gehen.

Ein reibungsloses Finale

Auch das Finale fing nicht nach BIGs Vorstellungen an. Man hätte sich zu viele, frühe Patzer erlaubt, so die Einschätzung von 'Don Arts' zur Niederlage im ersten Finalspiel gegen ad hoc gaming. Danach fand BIG jedoch zur gewohnten Meisterform zurück und gewann die nächsten drei Begegnungen. Deswegen war auch 'Don Arts' generelles Resümee: "Das Finale des Winter Cups lief reibungslos ab."

Ein großer Vorteil von BIG im Finale war laut Salomon wieder einmal die Championauswahl. Die Flexibilität, unterschiedliche Charakter zu spielen, bezeichnet er als größte Stärke des Teams, denn: "Es gibt uns schon vor Spielbeginn einen riesigen Vorteil, dass die Gegner viele unserer Champions bannen müssen, aber wir trotzdem sehr starke Picks bekommen, mit denen wir sie überrumpeln können." Coach Danusch 'Arvindir' Fischer macht es die Arbeit auf jeden Fall leichter.

Ein letzter Ritt

Um aber nochmal den Blick auf das große Ganze zu werfen: Ein reibungsloser Sieg entsprechend der Erwartungen, bei dem man die eigenen Stärken zeigen kann und sich zum wiederholten Male einen Pokal schnappt. Man könnte meinen, der Titelgewinn von BIG beim Winter Cup wäre nichts Besonderes gewesen - nur ein Sieg von vielen. Für das Team hat der Erfolg aber eine emotionale Komponente: "Da uns 'Carrzy' nach einem sehr erfolgreichen Jahr bei BIG leider in Richtung LEC verlassen wird, wollten wir das Jahr noch gut ausklingen lassen mit Siegen in allen deutschen Turnieren." Mit dem Erfolg in der Premier Tour ist man dem Ziel bereits deutlich nähergekommen. Jetzt fehlt nur doch die ESL Meisterschaft, dessen Finale Mitte Dezember ausgetragen wird. Es wäre der perfekte Abschluss für eine der erfolgreichsten deutschen Mannschaften der letzten Jahre.

Christian Mittweg