MSV-Coach mit "nullkommanull Vorwürfen" an sein Team

Lieberknecht: "Und dann kommt so ein Treffer"

Torsten Lieberknecht

Mit leeren Händen zurück nach Duisburg: MSV-Coach Torsten Lieberknecht. imago images

"Wenn du so auftrittst, wie wir, dann kannst du der Mannschaft nullkommanull Vorwürfe machen", startete der Trainer seine Analyse im Anschluss an die Partie. Die angespannte Personalsituation, unter anderem hatte der durch einen Magen-Darm-Virus geschwächte Vincent Gembalies durchgespielt, habe Lieberknecht zur Improvisation gezwungen. "Dafür haben es die Jungs sehr gut gemacht", sprach der 46-Jährige Lob aus, hatte allerdings "die Effizienz, die wir in den letzten Wochen gezeigt haben", vermisst.

"Und dann kommt so ein Treffer", sprach Lieberknecht über das sensationelle Siegtor von Halles Terrence Boyd in der 89. Minute, das die Zebras letztlich mit leeren Händen dastehen ließ. "Der tut im ersten Moment weh."

Unterkriegen dürfe sich das Team davon aber nicht lassen. Enttäuscht wäre der Trainer, "wenn meine Mannschaft jetzt zu sehr mit dieser Niederlage hadern und sich nicht aufraffen würde, das, was wir heute liegenlassen haben, im nächsten Heimspiel gegen Bayern II wieder zurückzuholen". Vielmehr gehe er jedoch davon aus, "dass die Jungs bereits heiß sind, wenn wir wieder in Duisburg angekommen sind und sie einen Dreier holen wollen".

kög