Köln: Der spanische Innenverteidiger ist fit und hofft auf eine neue Chance in Berlin

Meré: "Wer nicht gewinnt, der macht etwas falsch"

Jorge Meré

Jorge Meré ist startbereit für das Spiel des 1. FC Köln bei Union Berlin. imago images

Zwei Wochen hatte der Spanier mit Wadenproblemen pausieren müssen, jetzt ist er wieder einsatzbereit - womöglich gerade rechtzeitig, nachdem Rafael Czichos wegen einer Sperre fehlen wird. Obwohl fünf Tage vor dem Spiel bei Union Berlin gilt: "Mir hat niemand gesagt, dass ich am Wochenende spiele", sagt Meré, "ich konzentriere mich jetzt darauf, gut zu trainieren, mich zu zeigen. Und wenn der Trainer entscheidet, dass ich spiele, werde ich auch bereit sein."

Es ist keine einfache Saison, nicht für den Aufsteiger, nicht für Meré. Als feste Größe eingeplant, fand er sich plötzlich auf der Bank wieder. "Nein, es ist nicht so gelaufen, wie ich mir das gewünscht habe", sagt der Innenverteidiger. Als U21-Europameister kam er aus dem Urlaub, "ich war motiviert, wollte so weitermachen wie bei der EURO." Und dann sei das passiert, was oft im Fußball passiert - der Trainer entscheidet sich für andere Spieler auf deiner Position, in diesem Fall für Rafael Czichos und Sebastiaan Bornauw: "Das muss man akzeptieren."

Ich glaube, keiner hat daran gedacht, dass wir da stehen, wo wir stehen. Mich überrascht das auch.

Jorge Meré

Gegen Berlin spielte er und kassierte Rot, gegen Hoffenheim durfte er wieder ran und machte seine Sache gut, dann kam die Verletzung. Er will ankämpfen gegen diese Serie, seine Qualität wieder auf dem Platz nachweisen: "Ich bin sehr froh, wieder bei der Mannschaft zu sein. Das macht Spaß und ich will Spaß haben."

Aber vor allen Dingen will Meré mit Köln "raus aus dem Keller", die vergangenen Monate abhaken: "Ich blicke nicht mehr zurück. Es war sehr schwierig. Ich bin ehrgeizig und habe Ambitionen, immer in der Startelf zu stehen. Aber man muss diese Situationen im Fußball akzeptieren."

Meré fordert Veränderungen

Er gesteht zu, dass ihn die Situation überrascht hat. Die eigene ebenso wie des Klubs: "Ich glaube, keiner hat daran gedacht, dass wir da stehen, wo wir stehen. Mich überrascht das auch. Im Sommer war alles sehr positiv. Dass wir unsere Spiele nicht gewinnen, bedeutet, dass wir etwas falsch machen und etwas verbessern müssen, etwas ändern. Und das machen wir jetzt."

Frank Lußem