Schweinfurt: Stürmer entscheidet Spiel gegen den TSV 1860 Rosenheim quasi im Alleingang

Pieper nach Viererpack: "Habe lange genug gebraucht mit dem Treffen"

War gegen die TSV 1860 Rosenheim nicht zu stoppen: Florian Pieper.

War gegen den TSV 1860 Rosenheim nicht zu stoppen: Florian Pieper. imago images

Nach 70 Spielminuten lagen die Schweinfurter mit 0:3 zurück, doch dann hatte Pieper genug gesehen. Mit einem Viererpack ohne Unterbrechung in gerade einmal 24 Minuten drehte der 26-Jährige die Partie zugunsten der Hausherren. Zuletzt gelang das in der Regionalliga Bayern einem gewissen Marco Richter in der Saison 2016/17 beim 12:0-Heimerfolg des FC Augsburg II gegen den SV Seligenporten. Er traf in der Partie sogar siebenmal ins Schwarze, was sein damaliger Trainer Christian Wörns als "sehr unwirklich" bezeichnete. Der 22-Jährige ist mittlerweile Profi beim FC Augsburg.

Joker Pieper versprach "sein Bestes"

Pieper selbst war erst in der 57. Minute ins Spiel gekommen. "Er hat die Woche gut trainiert und ich konnte ihm nicht erklären, warum er nicht von Anfang an spielte. Er versprach aber, sein Bestes zu geben. Das hat er", grinste sein glücklicher Trainer Strobl nach der Begegnung mit den Rosenheimern.

Spielersteckbrief Pieper

Pieper Florian

Regionalliga Bayern - 22. Spieltag
Regionalliga Bayern - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Türkgücü München
53
2
1. FC Schweinfurt 05
45
3
1. FC Nürnberg II
40
Trainersteckbrief Strobl

Strobl Tobias

"Ich habe ja auch lange genug gebraucht mit dem Treffen" entgegnete der Matchwinner hinterher, der nach seinem zweiten Saisontor am vergangenen Spieltag beim 6:0 gegen den TSV Rain/Lech diesmal Nummer drei bis sechs folgen ließ.

Damit verhalf er seinem Coach zu einer makellosen Bilanz: In vier Spielen holten die Schnüdel unter Strobls Regie zwölf Zähler und waren dabei selbst 14-mal erfolgreich. Die drei Gegentore am Wochenende wiederum waren die ersten in seiner Amtszeit. Dank Pieper blieben diese aber ohne Folgen. Vor der Winterpause gab sich der 32-jährige Strobl daher angriffslustig. Denn trotz acht Punkten Rückstand auf Tabellenführer Türkgücü München sagte er: "Der Aufstieg ist möglich."

kon/Michael Horling