Trainer Scholz nach Dresden abgewandert

"In Probleme geraten": Finanzielle Schieflage bei Nordhausen

Ex-Wacker-Coach Heiko Scholz und Präsident Nico Kleofas

Der Trainer ist weg, um die Finanzen ist es nicht gut bestellt: Ex-Wacker-Coach Heiko Scholz und Präsident Nico Kleofas. imago images

"Es ist kein Geheimnis, dass wir im November in Probleme geraten sind", wird der Präsident auf der vereinseigenen Website zitiert. Unlängst hatte der "MDR" berichtet, dass Spieler beispielsweise seit zwei Monaten auf ihr Gehalt warten. Insgesamt, so der Bericht weiter, summiere sich die Schuldenlast auf einen siebenstelligen Betrag.

Gründe für die von Kleofas angesprochenen Probleme gäbe es verschiedene, genannt wurden keine. "Fakt ist, ich bin rund um die Uhr damit beschäftigt, die Situation zu entschärfen, um endlich Ruhe in dieses Thema zu bekommen." Offene Kommunikation "mit dem Verein, Trainern und Spielern des FSV Wacker 90 Nordhausen" gebe es bereits. "Ich hoffe für uns, dass sich die vom Trainer angesprochenen Sorgenfalten zeitnah wieder glätten", heißt es ebenfalls in dem Statement.

Am Freitag hatte der damalige Cheftrainer Scholz in Bezug auf die finanzielle Schieflage bereits "von ein paar Sorgenfalten" gesprochen. "Das ist nicht einfach, wenn man eine Durststrecke hat. Vor Weihnachten ist das immer blöd, aber da müssen wir durch und den Kopf für Fußball freibekommen." Den hat er nun auch. Aber nicht in Nordhausen, sondern in Dresden.

Dort wurde der 53-Jährige, der von 1990 bis 1992 als Profi für Dynamo gespielt hatte, am Dienstag als Interimstrainer der SGD, die sich am Montagabend Coach Cristian Fiel getrennt hatte, verpflichtet.

kög