Minnesota Vikings erleiden Rückschlag in der NFC North

0 aus 8! Cousins' altes Leid zu Monday Night

Kirk Cousins ist Quarterback bei den Minnesota Vikings.

Kopf gesenkt: Quarterback Kirk Cousins hat zum wiederholten Male ein Monday Night Game in den Sand gesetzt. imago images

17:10 nach 30 Minuten geführt, mit Laufspiel über Dalvin Cook genauso wie mit Pässen von Quarterback Kirk Cousins (22/38, 276 Yards, 2 Touchdowns, eine Interception) der Defense der Seattle Seahawks zugesetzt - und am Ende doch verloren.

Das hat Konsequenzen: Mit dem 30:37 bei den Hawks rutschen die Vikes nämlich nicht nur in der NFC North hinter Spitzenreiter Green Bay (9:3), zugleich nähern sich im Rennen um die Wild-Card-Plätze auch die Los Angeles Rams (7:5) an.

Mitentscheidend an diesem Abend vor 69.080 Zuschauern im CenturyLink Field zu Seattle: Running Back Dalvin Cook, der in dieser Saison mit 1046 Rushing Yards und zwölf Touchdowns ein riesiger Faktor im Spiel Minnesotas ist, sich im dritten Viertel aber kurz nach dem gefangenen 17:17-Ausgleich nahe der eigenen 25-Yard-Linie einen Fumble erlaubte (die direkte Folge war das 17:20 für Seattle) und mit einer Schulterverletzung ausfiel. Immerhin wird davon ausgegangen, dass der selbstkritische Läufer ("Ich trage die Verantwortung für den Fumble") schon gegen Detroit am Sonntag (19 Uhr MEZ) wieder auf dem Feld stehen kann.

Cousins: "Das ist natürlich enttäuschend"

Es gab allerdings noch andere Fehler, die sich das Team aus Minneapolis erlaubte: So fing sich die Defense einen 60-Yard-Touchdown-Pass von Seahawks-Star Russell Wilson ein (Score von David Moore), ehe sich Spielmacher Cousins mit seiner einzigen Interceptions des Abends beim Stand von 17:27 einreihte (starker Catch von Tre Flowers). Es folgte das 17:34 und damit die Vorentscheidung.

Das besonders Bittere dabei: Dies sollte bereits Cousins' achte Niederlage in einem Monday Night Game sein - und zwar im achten Auftritt auf dieser Bühne. Der 31-Jährige, früher lange Zeit bei den Washington Redskins aktiv (2012-2017), stellte damit zugleich einen Negativrekord auf. Noch nie zuvor hatte ein Spielmacher zu "MNF" so oft verloren. "Das ist natürlich enttäuschend", so Cousins im Anschluss auf der Pressekonferenz, wo er aber auch Folgendes klarstellte: "Wir haben als Team gezeigt, dass wir auch in einem schwierigem Umfeld wie Seattle bestehen können. Wir haben über weite Strecken Widerstandsfähigkeit gezeigt. Das stimmt uns positiv für den Dezember, wo wir noch vier Spiele haben - und wenn wir hier unseren Job erledigen, ähnlich auftreten wie heute, dann haben wir auch eine ernsthafte Chance auf den Januar."

Wir haben noch reichlich guten Football im Tank.

Vikings-Trainer Mike Zimmer

Ähnlich sah das Minnesotas Head Coach Mike Zimmer, der sogar etwas deutlichere Worte wählte: "Jeder benimmt sich gerade so, als wäre das Ende der Welt eingeläutet. Dabei haben wir nur ein Spiel verloren. Wir stehen bei 8:4, haben noch vier Spiele - darunter drei Divisions-Duelle (Detroit, Chicago und das Topspiel gegen Green Bay in Week 16; Anm.d.Red.). Und so ist das eben nicht das Ende der Welt. Wir haben noch reichlich guten Football im Tank."

mag

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