Würzburg verliert nach Pfeiffer-Fauxpas unglücklich in Rostock

Kaufmann: "Das hat sogar der Schiri zu mir gesagt"

Lukas Scherff und Fabio Kaufmann (re.)

"Griffiger" Auftritt: Würzburgs Fabio Kaufmann (re.) im Duell mit Rostocks Lukas Scherff. imago images

Insgesamt hat das Team von Trainer Michael Schiele in den letzten sechs Ligaspielen nur einmal gewinnen können, rangiert mit 20 Zählern auf Platz 16. Dementsprechend ist "der Frust groß", ärgerte sich Fabio Kaufmann im Anschluss an die Partie in Rostock im vereinseigenen "Kickers TV". Allerdings könne er, "auch, wenn das viele vielleicht nicht verstehen, heute besser damit leben als letzte Woche". Warum das so sei? "Heute war eine Mannschaft auf dem Platz, die hat gelebt", so der 27-Jährige.

Würzburg und der rote Faden

Ähnlich sah es auch Leroy Kwadwo. Der 23-Jährige hatte vor allem in der ersten Hälfte "ein gutes Spiel" seiner Mannschaft gesehen. "Wir hatten unsere Chancen und können sogar in Führung gehen." Es kam jedoch anders: "Das zieht sich halt wie ein Faden durch, dass wir immer so ein Kack-Gegentor bekommen. Da fehlen einem echt die Worte", ließ er seinem Unmut über Luca Pfeiffers Eigentor freien Lauf. Der hatte nur Sekunden vor der Pause einen Omladic-Freistoß mit dem Schienbein als Querschläger in das eigene Kreuzeck befördert.

Wir waren gut im Spiel, waren griffig. Das hat sogar der Schiri zu mir in der Halbzeit gesagt, als er uns in die Gesichter geschaut hat.

Fabio Kaufmann

Dass der FWK trotz des späten Gegentores einen guten Auftritt in Durchgang eins hingelegt hatte, bestätigte indes auch Referee Johann Pfeifer, wie Kaufmann verriet: "Wir waren gut im Spiel, waren griffig. Das hat sogar der Schiri zu mir in der Halbzeit gesagt, als er uns in die Gesichter geschaut hat. Darauf gilt es aufzubauen", ordnete der gebürtige Aalener die Partie ein. "Es war eine Reaktion. Und die gilt es nun in Zählbares umzumünzen."

Reißt der FWK gegen Köln das Ruder herum?

Am besten bereits am kommenden Samstag, wenn Viktoria Köln am Dallenberg gastiert. Damit gegen den Aufsteiger aus dem Rheinland jedoch wieder einmal ein Sieg gelingt, "müssen wir einen Tick mehr Überzeugung an den Tag legen, die Führung zu machen", forderte Kaufmann. "Und dann bin ich mit so einer Leistung wie heute gespannt, welche Mannschaft uns schlagen kann."

kög