NFL, Week 13: Minnesota verliert das Monday-Night-Game

Spektakel, mal wieder: Seattles wilder Sprung an die Spitze

Die Seahawks-Receiver

Seattles neue Boyband: Die Seahawks-Receiver zelebrierten den Touchdown mit einem Tanz. imago images

Mit diesen Seahawks ist Spannung garantiert! Am Montagabend (Ortszeit) gewann Seattle beim 37:30 gegen die Minnesota Vikings nicht nur das fünfte Spiel in Folge, es war zugleich der neunte Sieg (von zehn) mit einem Touchdown Vorsprung oder weniger. Wieder mal war es im Century Link Field ein offener Schlagabtausch, wenn auch mit deutlichen Aufs und Abs auf beiden Seiten.

Die Vikings, offensichtlich noch euphorisiert vom späten Comeback-Sieg gegen die Denver Broncos vor ihrer Bye Week, legten mit einem reibungslosen ersten Drive los, den Running Back Dalvin Cook mit einem Zwei-Yard-Run in die Endzone veredelte. Seattle antwortete mit 14 Plays, acht Minuten Ballbesitz und dem Ausgleich: Running Back Chris Carson war aus einem Yard nicht zu stoppen.

Nach Punts auf beiden Seiten wurde es zu Beginn des zweiten Viertels relativ abenteuerlich: Seahawks-Quarterback Russell Wilson versuchte seinen abgeblockten Passversuch in der Luft auf den Boden zu tippen, stieß den Ball so aber direkt in die Arme von Vikings-Safety Anthony Harris, der von der 20-Yard-Linie quasi ohne Berührung zum zweiten Touchdown in die Endzone lief. Sowohl Seattle als auch Minnesota legten vor der Halbzeit noch ein Field Goal drauf, nach der Pause aber drehten die Seahawks den 10:17-Rückstand durch vier Scores in Folge in einen 17-Punkte-Vorsprung.

Auf einen 60-Yard-Touchdown der Seahawks antwortet Cousins mit einer Interception

Erst erzielte Rashaad Penny den nächsten Rushing-Touchdown (ein Yard), kurz darauf eroberte die Seahawks-Defense ein Fumble von Vikings-Running-Back Cook (der sich dabei auch noch an der Schulter verletzte), und legte nach dem folgenden Field Goal noch einen beeindrucken Touchdown drauf: Minnesotas Secondary hatte Receiver David Moore komplett aus den Augen verloren, Wilson bestrafte es mit einem 60-Yard-Touchdown-Pass. Für die Gäste kam es noch schlimmer, weil ein auf Stefon Diggs angedachter Pass von Quarterback Kirk Cousins wiederum nur zwei Plays später in den Armen von Seattles Tre Flowers landete. Der zweite Turnover binnen drei Drives - und wieder bestraften es die Hawks mit einem Touchdown: Running Back Penny fing einen 13-Yard-Pass von Wilson zum vermeintlich vorentscheidenden 34:17.

Vermeintlich deshalb, weil sich die Vikings noch nicht aufgaben und wieder Comeback-Qualitäten zeigten. Begünstigt durch eine missratene Coverage, verkürzte Cousins mit einem 58-Touchdown-Pass auf Laquon Treadwell. Plötzlich kippte das Geschehen, erst recht nach einem Fumble von Rookie-Receiver D.K. Metcalf, der Minnesota nochmals beflügelte. Acht Plays später fand Cousins seinen Tight End Kyle Rudolph in der Endzone (drei Yards) und es stand nur noch 30:34. Fatalerweise hatte Kicker Dan Bailey den Extrapunkt und gleichzeitig die Chance vergeben, mit einem Field Goal ausgleichen zu können.

Seattle verdrängt die Niners von der Spitze der NFC West

Von Wilson & Co. kam nicht mehr viel, musste es aber auch nicht, denn die Vikings hatten keine weitere Antwort mehr parat. Ein Field Goal von Jason Myers besiegelte letztlich den 37:30-Sieg der Seahawks, die ihre Bilanz damit auf 10:2 verbesserten und in der NFC West aufgrund des gewonnenen direkten Duells an den 49ers vorbeizogen. Nach aktuellem Stand ist Seattle Zweiter im Play-off-Bild der NFC (hinter New Orleans, 10:2) und würde San Francisco auf einen Wild-Card-Platz verdrängen. Die Vikings (8:4) haben weiter alle Chancen, die Green Bay Packers (9:3) von der Spitze der NFC North zu verdrängen.

mkr

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