TSG-Klubchef wünscht sich "schwarz-gelbe Weihnachtspunkte"

Hofmanns Appell zu den Pfiffen: "Es sind alles nur Menschen"

Peter Hofmann

Zufrieden mit Hoffenheim: Peter Hofmann. imago images

Zum Rundumschlag mit Blick auf Anfeindungen gegen Dietmar Hopp holte Klubchef Hofmann anders als im Vorjahr diesmal nicht aus - in der Liga trifft die TSG auch erst in drei Wochen auf den BVB. Hopp selbst war bei der Veranstaltung am Montagabend im Palatin-Hotel in Wiesloch nicht anwesend. Was Hofmann aber jüngst sauer aufgestoßen war, waren die Pfiffe der eigenen Zuschauer während des Heimspiels gegen Fortuna Düsseldorf am Samstag - bei eigener Führung.

"Was mich sehr berührt hat: Es steht 1:0 für uns", sagte Hofmann und hatte kein Verständnis für die Pfiffe, erst Recht nicht mit Blick auf die vorangegangene Niederlage gegen den FSV Mainz. "Nach dem 1:5 gegen Mainz benötigt die Mannschaft Unterstützung. Es sind alles nur Menschen, auch auf dem Spielfeld", erhob Hofmann unter deutlichem Applaus der 494 anwesenden Mitglieder seine Stimme. "Mit den Pfiffen trifft man auch die Verantwortlichen. Zehn Jahre Erstligafußball, Europa League, Champions League", zählte der Klubchef die Erfolge der TSG auf emotionale Weise auf. Man sei in dieser Saison drei Punkte hinter Rekordmeister Bayern München in der Tabelle, habe in der Allianz-Arena gewonnen und sei auf Tuchfühlung zur Bundesligaspitze.

"Man kann und darf auch sicherlich mit einer Leistung nicht zufrieden sein. Das sind wir auch, das waren wir auch am Samstag. Aber: Pfeifen, bei einer Führung von 1:0? Das hat auch etwas mit Respekt zu tun", erklärte Hofmann. Bis auf den Appell über die Unzufriedenheit einzelner Zuschauer blieb es bei Anwesenheit von Trainer Alfred Schreuder, den Profis Oliver Baumann, Stefan Posch und Robert Skov ruhig. Eine kleine Spitze gegen den BVB hatte Hofmann dennoch parat: "Ein schönes Geschenk der Mannschaft an uns wären drei schwarz-gelbe Punkte unterm Weihnachtsbaum" - die TSG empfängt den BVB am 20. Dezember zum letzten Spiel des Kalenderjahrs.

Ansonsten gab es zuhauf Lob für die eigenen Reihen, 43 Nationalspieler stünden bei der TSG in allen Mannschaften unter Vertrag. Die Erfolge der U 19, der U 17 (beide Teams sind Herbstmeister in A- und B-Junioren Bundesliga) und der Frauen (Tabellenzweiter der Bundesliga) beweisen den Erfolg des Vereins. Im kommenden Jahr will der e.V. erstmals die Mitgliederversammlung zusammen mit dem Spielbetriebs-GmbH durchführen. "Um zu zeigen, wie eng zusammengearbeitet wird", so Hofmann.

Simon Hoffmann