Unterhaching verliert das Derby gegen 1860

Schromm: "Langsam reicht es"

Claus Schromm, Trainer der SpVgg Unterhaching

Claus Schromm, Trainer der SpVgg Unterhaching ärgert sich über das 2:3 gegen 1860 München. imago images

Am 9. Spieltag holte sich Unterhaching die Tabellenführung, hielt sie bis zur 11. Runde, ehe eine vier Spieltage andauernde Unentschieden-Serie die Hachinger um den Thron brachte. Seit dem 0:0 am 10. Spieltag in Ingolstadt läuft es nicht mehr richtig rund, Haching ist außer Tritt. Zuletzt blieben die Münchner Vorstädter dreimal sieglos, nach nur einem Dreier aus den letzten acht Partien (1/5/2) rutschte die SpVgg auf Platz fünf ab.

Das 2:3 gegen 1860 war ein Spiegelbild der vergangenen Wochen, 1860-Routinier Sascha Mölders entriss den Hachingern in der Nachspielzeit im ausverkauften Sportpark noch einen Zähler.

"So eine Chance lässt er sich nicht entgehen", meinte Schromm bei Blickpunkt Sport. Der Hachinger Trainer gab sich als fairer Verlierer. "Unter dem Strich war es ein verdienter Sieg für die Löwen. Das 3:1 müssen sie früher machen."

Schromm fand die Niederlage allerdings "sehr, sehr schade", denn sein Team wollte "unseren Fans einen Punkt oder den Dreier schenken. Volle Hütte. Absolut Spiel des Jahres." Und dann ohne Zähler geblieben. "Noch schlimmer ist, dass der Löwe bei uns im Sportpark feiert", ärgerte sich der 50-Jährige. "Langsam reicht es!"

"Mit dem 2:2 hätten wir gut leben können", meinte Schromm, der mit seiner Mannschaft trotz der Pleite gegen die Löwen immer noch in Schlagdistanz zu Platz zwei liegt. Dort steht der Hallesche FC, der nur drei Punkte mehr auf dem Konto hat. Auf Unterhaching wartet 2019 allerdings noch ein knackiges Programm. Beim zuletzt stark verbesserten Schlusslicht Jena, gegen Spitzenreiter Duisburg und dem formstarken 1. FC Kaiserslautern gilt es, die Trendwende zu schaffen.

nik

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