Bakalorz: "Heute hat jeder für den anderen gekämpft"

Woran es Hannover 96 zuletzt gemangelt hat

Linton Maina

Glücksgefühle nach dem Tor des Tages: Linton Maina. imago images

"Ein fürchterliches Spiel ohne Höhepunkte, beide Teams wirkten ohne jede Struktur im Vorwärtsgang", heißt es in der kicker-Analyse, die der Partie zudem die Note 5,5 attestierte. "Am Ende steht das Ergebnis über allem", wird denn auch Sportdirektor Jan Schlaudraff auf der Website des Klubs zitiert. "Ich finde, dass man der Mannschaft ein Kompliment machen muss: Natürlich nicht für den Fußball, den wir gespielt haben. Aber für den Einsatz, den Willen und dafür, wie sie das hier heute gemacht hat, trotz des Drucks. Der Trainer hat es geschafft, eine Mannschaft auf den Platz zu bringen, die alles rausgehauen hat - defensiv und offensiv. Das ist die Basis, um in dieser Liga zu punkten."

Hannover tritt wieder als Mannschaft auf

Offenbar war dies auch die Marschroute von Kocak. "Wir wollten über die Basics ins Spiel finden", sagte der 38-Jährige, der mit einer Heimpleite gegen Darmstadt (1:2) in seinen neuen Job gestartet war. Der Schlüssel zum Erfolg lag also vor allem im Engagement seiner Spieler. "Wir haben uns in wirklich jeden Zweikampf reingeschmissen. Heute hat jeder für den anderen gekämpft", sagte Kapitän Marvin Bakalorz und verriet damit auch, dass es zuletzt wohl nicht immer so war.

Diesen Aspekt hob auch Hendrik Weydandt hervor. "Für mich war extrem bezeichnend für dieses Spiel, dass ich das Gefühl hatte, eine Mannschaft hinter mir zu haben, die alles wegräumt", kommentierte der Stürmer.

Von einer Trendwende kann bei Hannover nach dem dürftigen Auftritt zwar noch nicht gesprochen werden, allerdings haben die 96er zumindest den Kampf angenommen und treten wieder als geschlossene Einheit auf. Kommenden Samstag erfolgt für den Tabellenvierzehnten gegen Erzgebirge Aue dann der achte Versuch, den ersten Heimsieg der Saison einzufahren. Das wäre eine echte Trendwende und ein Befreiungsschlag.

tru