34-Jähriger kritisiert den Videobeweis

Gomez über VAR: "Für uns Stürmer ist das eine Katastrophe"

Mario Gomez (l.)

Er verstand die Welt nicht mehr: Mario Gomez (l.). imago images

Gomez traf in der zehnten Minute, in der dritten Minute der Nachspielzeit von Hälfte eins und ein drittes Mal nach 71 Minuten - und dennoch stand der ehemalige Nationalstürmer nach Abpfiff mit null Toren da. Alle drei Tore zählten nämlich nicht, weil er jedes Mal hauchzart im Abseits gestanden hatte. Gomez war das egal, der 34-Jährige machte seinem Ärger Luft und zog über den Videobeweis her.

"In meiner langen Karriere gab es diesen verdammten Videobeweis nicht", sagte der Stürmer bei "Sky" und gab zu, dass er "schon ein Freund" des Videobeweises war, "weil ich dachte, es wird gerechter". Inzwischen hat sich seine Meinung jedoch um 180 Grad geändert - und das nicht ohne Grund.

Das System im Moment ist einfach scheiße.

Mario Gomez zum Videobeweis

"Für uns Stürmer ist es eine Katastrophe", führte Gomez aus und blickte auf sein persönliches Spiel in Sandhausen zurück: "Der Schiri sagt mir dreimal 'drei Zentimeter'. Dann frage ich, ob die drei Zentimeter mit der Technik, die wir heute haben, wirklich überprüft werden können, wenn die Kamera aus 45 Grad schräg draufschaut. Wie sollen die das sehen?"

Dass der Schiedsrichter auf dem Platz, in diesem Fall war es Harm Osmers, nichts dafür könne, weiß Gomez natürlich. Und ohnehin sei "es vergebene Mühe, mit ihm darüber zu sprechen". Für den Stuttgarter steht fest: "Das System im Moment ist einfach scheiße."

328 Bundesliga-Spiele (170 Tore) hat Gomez im Laufe seiner langen Karriere bestritten. Und mittlerweile ist er echt froh, dass "die meiste Zeit meiner Karriere vorbei ist". So müsse er "nicht mehr in den nächsten zehn Jahren" mit dem Videobeweis spielen.

drm