Negativserie beendet: Bremen gewinnt in Wolfsburg

Kohfeldt: "In dem Tor von Leo hat sich all das gebündelt"

Florian Kohfeldt

Erleichterung pur: Bremens Trainer Florian Kohfeldt herzt seine Spieler nach Abpfiff. imago images

Als einen Brustlöser bezeichnete Kohfeldt den ersten Sieg seit Mitte September. "An der Reaktion der Jungs und auch an meiner Reaktion hat man gesehen, dass die letzten Wochen an uns genagt haben", verriet der Coach am "Sky"-Mikrofon. Man habe einfach "nichts über die Zeit gebracht". Einzig die ersten 60 Minuten beim 1:2 gegen Schalke seien richtig schlecht gewesen, "sonst haben wir keine schlechten Spiele gemacht. Wir haben nur nicht den Ertrag gehabt."

Wolfsburg ist in allen Belangen größer, stärker und physischer gewesen.

Florian Kohfeldt

Bis zu diesem 1. Adventssonntag. Zwar habe man "wieder ein Standardgegentor" kassiert - das mittlerweile zwölfte in dieser Spielzeit, "aber wir haben in den letzten Minuten noch einmal gefühlt 15 Standards gegen uns gehabt. Da bin ich richtig froh, dass wir die wegverteidigt haben." Insgesamt sei ohnehin jedes Kofpballduell gegen Wolfsburg "ein Missmatch" gewesen. "Wolfsburg ist in allen Belangen größer, stärker und physischer gewesen. Trotzdem haben wir die letzten zehn Minuten all das überstanden."

Obwohl Milot Rashica mit seinen Treffern zum 1:0 und 3:2 als Doppeltorschütze glänzte, blieb Kohfeldt vor allem Leonardo Bittencourts Treffer zum zwischenzeitlichen 2:1 in Erinnerung. "Das Tor hat mir heute unglaublich gefallen", so der 37-Jährige. "Das war der pure Wille." Spielerisch habe man "heute nicht das auf den Platz gebracht, was wir können", dementsprechend seien die anderen Attribute so wichtig gewesen: "Wille, Leidenschaft, Mut. In dem Tor von Leo hat sich all das gebündelt."

kög

Bilder zur Partie VfL Wolfsburg - Werder Bremen