Borussia verteidigt den Platz an der Spitze der Bundesliga

Gladbach so stark wie seit 43 Jahren nicht mehr

Yann Sommer

Große Freude, große Ziele: Yann Sommer. imago images

"Wir genießen das sehr", sagte Yann Sommer nach dem Erfolg über Freiburg. Durch den Sieg wehrten die Borussen den Leipziger Angriff auf Platz eins und verteidigten ihren Spitzenplatz. Auch deshalb sei es "eine schöne Woche", in der Gladbach nach der überraschenden Niederlage bei Aufsteiger Union (0:2) einen eminent wichtigen 1:0-Sieg in der Europa League beim Wolfsberger AC folgen ließ - und eben nun das 4:2 über den Sport-Club.

Durch den Dreier steht fest, dass die Gladbacher die zweitbeste Bundesliga-Spielzeit ihrer Vereinsgeschichte spielen - nur in ihrer Meistersaison 1976/77 hatten sie zu diesem Zeitpunkt mehr Zähler (33). Solche Dinge dürften Sommer nicht sonderlich beschäftigen, im Gegensatz zum Hier und Jetzt. "Ich will noch einiges erreichen", verriet der 30-Jährige, der erst kürzlich seinen Vertrag bis 2023 verlängert hatte, und blickte schon einmal voraus auf das anstehende Spitzenspiel gegen den Rekordmeister aus München. "Nächste Woche kommt Bayern in den Borussia-Park. Ein weiteres wichtiges Spiel."

Gladbach wie 1976: Wiederholt sich Geschichte?

Es ist übrigens das erste Mal seit dem 17. Spieltag 1976/77, dass die Gladbacher als Spitzenreiter die Münchner empfangen. Vor 43 Jahren setzten sich die Fohlen mit 1:0 durch. Ein Ergebnis, dass die Truppe von Trainer Marco Rose am kommenden Samstag (LIVE! ab 15.30 Uhr auf kicker.de) wohl gerne nehmen würde. Doch gerade mit Blick auf die Bayern bedarf auch der eigene Auftritt gegen Freiburg einer genauen Analyse.

"Wir haben uns viele Chancen erarbeitet, ein gutes Spiel gemacht", meinte Sommer, "aber auch bei Flanken und ruhenden Bällen zu viel zugelassen." In der Tat hatten die Fohlen viele Möglichkeiten, betrieben dabei aber zugleich enormen Chancenwucher. Gegen den FCB könnte so etwas rasch bestraft werden, ebenso die Anfälligkeit bei Standards. Und ob sich die Bayern wie Freiburg "ein paar Mal zu oft kalt erwischen lassen", wie SC-Schlussmann Mark Flekken feststellte, bleibt auch abzuwarten.

drm

Bilder zur Partie Bor. Mönchengladbach - SC Freiburg