2. Bundesliga

Dynamo Dresden und Fiel gehen getrennte Wege

Nach Absturz auf letzten Tabellenrang

Dynamo Dresden und Fiel gehen getrennte Wege

Cristian Fiel

Cristian Fiel am Rande der Partie Dresdens gegen Kiel. picture alliance

Dresden hatte am 15. Spieltag vor eigenem Publikum mit 1:2 gegen Holstein Kiel verloren und war durch die Niederlage auf Rang 18 abgerutscht, da das bisherige Schlusslicht SV Wehen Wiesbaden mit 2:0 beim 1. FC Nürnberg siegte.

Nach dem Absturz auf den letzten Rang gab es in Dresden am Sonntag und Montag intensive und offene Gespräche. Wie es in der Vereinsmitteilung nun heißt, haben sich bei diesen "Sportgeschäftsführer Ralf Minge und Cristian Fiel in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat des Vereins einvernehmlich darauf verständigt, die bestehende Zusammenarbeit mit sofortiger Wirkung zu beenden. Der bisherige Co-Trainer Patrick Mölzl wurde ebenfalls von seinen Aufgaben entbunden."

"Wir haben die Zusammenarbeit heute einvernehmlich beendet, weil wir zu dem gemeinsamen Entschluss gekommen sind, dass die Mannschaft dringend einen neuen Impuls braucht, um den Klassenerhalt noch zu erreichen", wird Minge zitiert.

Das Ende einer Identifikationsfigur

Fiel hatte das Amt als Dynamo-Coach im Februar 2019 als Nachfolger des entlassenen Maik Walpurgis übernommen. Zuvor war Fiel bereits zu Beginn der Saison 2018/19 nach der Entlassung von Uwe Neuhaus interimsweise eingesprungen. Mit dem 39-Jährigen muss nun also eine Identifikationsfigur für die Dynamo-Fans ihren Hut nehmen. Fiel hatte während seiner aktiven Karriere selbst zwischen 2010 und 2015 für Dynamo gespielt und 64 Zweitligapartien (drei Tore) absolviert.

Auch seine Trainerlaufbahn begann er im Nachwuchsbereich der Sachsen. Entsprechend wehmütig fielen Fiels Abschiedsworte aus: "Ich bin als Spieler und Trainer fast zehn Jahre in diesem besonderen Verein und hatte eine wundervolle Zeit, die mir sehr viel bedeutet. Ich bin vielen Menschen unheimlich dankbar, die mich in all der Zeit unterstützt und mir viel Zuneigung entgegengebracht haben. Danke, Dynamo!"

Wie es nun weitergeht, ist offen. Kurzfristig soll ein Interimstrainer installiert werden, dessen Namen wurde aber nicht bekannt gegeben. So oder so, die Spieler werden nun verstärkt in die Pflicht genommen, wie Minge erklärte: "Unsere Mannschaft steht mehr denn je in der Verantwortung, die sportliche Trendwende zu erreichen. Wir haben im Jahr 2019 noch drei Endspiele, in denen wir alles investieren müssen, um Punkte zu holen. Alles muss jetzt dem nächsten Erfolgserlebnis untergeordnet werden."

jer