Bundesliga

Torschütze Müller: "Eine vielleicht nie dagewesene Ineffizienz"

Bayern hadern mit Chancenwucher

Torschütze Müller: "Eine vielleicht nie dagewesene Ineffizienz"

Thomas Müller

Erste Freude, dann Nachdenklichkeit: Thomas Müller während und nach dem Spiel gegen Bayer Leverkusen. Getty Images (2)

"Ich bin nach den vier Siegen nicht ausgeflippt und mache das jetzt auch nicht. Wir haben zweimal nicht aufgepasst. Vom Willen und Engagement kann ich der Mannschaft nichts vorwerfen. Für Zuschauer es sicher ein sehr schön anzuschauendes Spiel. Wir waren zu fahrlässig mit unseren Chancen, das haben wir nicht gut gemacht. Es ist ärgerlich, nach so einem Spiel ohne Punkte dazustehen", analysierte Flick nach der Partie bei "Sky". Durch Serge Gnabry, Leon Goretzka und Robert Lewandowski scheiterten die Münchner allein dreimal am Aluminium. Kurz vor der Pause hatten Gnabry, Ivan Perisic und Thomas Müller, die zu dritt frei vor dem insgesamt stark aufgelegten Lukas Hradecky aufgetaucht werden, den Ball zudem nicht im Tor unterbringen können.

Müllers Negativserie endet - eine positive auch

"Selbst wenn wir es 3:2 oder 5:3 gewinnen, kann niemand sagen, dass es nicht verdient gewesen wäre", sagte daher auch Müller angesichts der Vielzahl an ausgelassenen Großchancen, der zudem die Leverkusener Effizienz lobte - und selbstkritisch anfügte: "Auf der Gegenseite war eine vielleicht nie dagewesene Ineffizienz. Das können wir uns selbst nicht erklären", so der einzige Münchner Torschütze, der damit immerhin eine persönliche Negativmarke von 1356 Minuten ohne Treffer in der Bundesliga beendete.

Spielersteckbrief Neuer

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Müller Thomas

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Flick Hans-Dieter

Kurios allerdings an dem Müller-Tor: Es war das allererste Mal überhaupt, dass der FC Bayern in der Bundesliga verlor, wenn der mittlerweile 30-Jährige einen Treffer für die Münchner erzielte. Bis zum heutigen Tage hatten die Bayern stets gepunktet, wenn Müller einen Treffer erzielte. Von den 87 Partien gewann der FCB 82, fünf endeten mit einem Remis. Dann kam Spiel Nummer 88 gegen Leverkusen.

Neuer: "Hradecky hat sehr gut gehalten"

Auch Manuel Neuer haderte ein wenig mit den ausgelassen Möglichkeiten. "Es hat nicht viel gefehlt, insgesamt war daher mehr drin. So ist manchmal der Fußball, ein bisschen Glück gehört auch dazu, das hatten wir heute nicht. Die zweite Hälfte war ordentlich, in der ersten hatten wir ein bisschen Probleme", meinte der Bayern-Kapitän, der seinen Teamkollegen aber keine Vorwürfe machen wollte: "Die Konzentration im Abschluss war ja da, wenn man so oft Aluminium trifft. Man muss auch sagen, dass Hradecky sehr gut gehalten hat. Es ist immerhin noch besser, wenn man verliert, obwohl man die klare bessere Mannschaft war, als andersrum, wenn man 1:2 verliert und nicht besser war."

jom

Bilder zur Partie Bayern München - Bayer 04 Leverkusen