Früherer DFB-Kapitän zieht auch noch Portugal

Löw zu "Losfee" Lahm: "Dich müssen wir entlassen"

Philipp Lahm (links) und Bundestrainer Joachim Löw

Kennen sich aus vielen gemeinsamen DFB-Jahren: Ex-Kapitän Philipp Lahm (links) und Bundestrainer Joachim Löw. imago images

Philipp Lahm ist einer der erfolgreichsten deutschen Fußballer. Neben seinen acht Meisterschaften und dem Champions-League-Titel 2013 mit dem FC Bayern schrieb sich der seit 2017 nicht mehr aktive Verteidiger vor allem mit dem Weltmeistertitel 2014 in die ewigen Geschichtsbücher. Als Kapitän führte der gebürtige Münchner die damalige Nationalmannschaft bis zum Triumph im großen Endspiel gegen Argentinien (1:0 n.V.) am 13. Juli 2014.

Inzwischen ist Lahm unter anderem Chef des Organisationskomitees für die Heim-EM 2024 - und war zudem an diesem Samstag "Losfee" bei der Auslosung der EM-Gruppen fürs Turnier 2020. Hier zog der 113-malige Nationalspieler, nachdem Minuten zuvor bereits Weltmeister Frankreich in die "deutsche" Gruppe F gewandert war, Europameister Portugal - und bereitete seinen früheren Kameraden sowie Bundestrainer Joachim Löw ein extrem schweres Los.

Dementsprechend meldete sich genau dazu auch Bundestrainer Löw zu Wort - und sagte in der Mixed Zone der Messehalle von Bukarest scherzhaft zu seinem Weltmeister-Kapitän: "Philipp, dich müssen wir entlassen." Auch DFB-Präsident Fritz Keller sagte mit einem Augenzwinkern: "Ich muss mal mit Philipp Lahm reden, was er sich dabei gedacht hat. Eigentlich müsste man ihn sofort entlassen."

OK-Chef Lahm konterte im Anschluss schelmisch: "Das habe ich schon gehört. Aber die Stadt München hat gesagt, sie stellen mich ein." Über sein gezogenes Los Portugal, gegen die Nation und damit auch gegen Cristiano Ronaldo er während seiner aktiven Karriere so oft gespielt hatte, merkte der langjährige Profi an: "Ein leichtes Schmunzeln konnte ich mir natürlich nicht verkneifen."

Lahm: " Man muss vom Start weg da sein"

Ganz ernsthaft geht Lahm davon aus, dass die schweren Gruppengegner Frankreich (Bilanz: 9 Siege, 8 Remis, 14 Niederlagen) und Portugal (Bilanz: 10 Siege, 5 Remis, 3 Niederlagen) nicht unbedingt ein Nachteil bedeuten - wenngleich die Nationalmannschaft nach ihrem eingeleiteten Umbau eventuell als Außenseiter ins Rennen gehen wird: "Man muss der Mannschaft vertrauen, ich bin der festen Überzeugung, dass sie sich durchsetzt." Der ehemalige Bayern-Profi ergänzte noch: "Fußball-Deutschland und die Fans in München können sich auf eine interessante Gruppe freuen. Man muss vom Start weg da sein."

mag

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