SC-Trainer hat sich mit unzufriedenem Reservisten ausgesprochen

Streich wollte Gulde "nicht nerven und ihn nicht unter Druck setzen"

Manuel Gulde

Würde sich ein paar Spielminuten wünschen: Manuel Gulde. imago images

Christian Streich war ein bisschen verwundert, als er gelesen hat, dass Manuel Gulde mit seiner Reservistenrolle ohne eine Spielminute in dieser Saison unzufrieden ist und sich wenigstens mal eine Einwechslung wünschen würde. Die Aussagen des 28-Jährigen fand der SC-Coach zwar okay, "aber ich hätte mir gewünscht, dass er es mir gesagt hätte, meine Tür ist immer offen". Nach den Artikel in Print- und Onlineausgabe des kicker hat Streich deshalb selbst das Gespräch mit dem Innenverteidiger gesucht und in der Pressekonferenz vor dem Gladbach-Spiel erklärt, wie es zu dem Missverständnis kam - was es aus seiner Sicht war.

Nachdem Gulde nach langer Verletzungspause wieder regelmäßig im Mannschaftstraining war, habe er gedacht, er lasse ihn erst mal in Ruhe, "weil ich ihn nicht nerven wollte und weil ich ihn auch nicht unter Druck setzen wollte". Nach dem Testspiel im November gegen St. Gallen habe er den Verteidiger "gelobt, weil er gut gespielt hat, aber nur mit einem Satz". Ihm sei nicht klar gewesen, dass Gulde sich mehr Erklärungen zu seiner Situation gewünscht hätte, und er hätte in diesem Fall erwartet, dass der Spieler dann selbst auf ihn zukommt.

"Du kannst nicht mit Spielern, die nicht spielen, jede Woche reden, das mache ich auch nicht", so Streich, "du kannst nicht zweimal sagen, du bist ganz nah dran und stellst ihn dreimal nicht auf." Er habe jedoch Verständnis für Spieler, "die mit den Hufen scharren und natürlich spielen wollen". Aber gerade Spieler, die länger verletzt waren, würden sich oft schon schneller wieder fitter und spielfähiger sehen als sie es auch Sicht des Trainerteams seien.

Gulde zeigte Verständnis dafür, dass der Trainer die Abwehr nicht verändert hat, weil die Mannschaft erfolgreich war. Seit dem 7. Spieltag gehörte er jedes Mal zum Kader, aber mehr als einen Bankplatz wird für ihn wohl auch morgen in Mönchengladbach nicht drin sein. In der Dreierkette waren zuletzt Dominique Heintz, Robin Koch und Philipp Lienhart gesetzt, und wenn der SC mit einer Viererkette gespielt hat, rückte Koch ins Mittelfeld vor.

tru