Vor dem Familienduell mit Edimilson

Fernandes: Keine Wette, aber Hoffnung

Gelson Fernandes

Gegen die Gunners ausgewechselt, gegen Mainz wieder in der Startelf? Frankfurts Gelson Fernandes träfe dann auf seinen Cousin Edimilson. picture alliance

Gelson Fernandes ist ein fröhlicher wie freundlicher Mensch, auch wenn man das angesichts seines manchmal recht humorlosen Dazwischenfunkens auf dem Platz kaum zu denken vermag. Insofern verwundert es nicht, dass er mit seinem Cousin Edimilson Fernandes, seit Sommer in Diensten von Mainz 05, regen Austausch hat. Seit Freitag aber ist "es wichtiger, etwas weniger Kontakt zu haben", sagt der Frankfurter Fernandes, 33, der dem zehn Jahre jüngeren Fernandes nach eigenem Bekunden zum Wechsel in die Bundesliga geraten hat.

Schließlich, so betont der defensive Mittelfeldspieler, "spiele ich für meinen Klub und unsere Fans und werde alles geben wie immer. Da ist er wie ein ganz normaler Gegner". Fernandes' persönliche Ausbeute gegen die Rheinhessen ist dabei ähnlich überschaubar wie die seines Arbeitgebers bei Gastspielen in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt. Der Schweizer, 2013/14 beim SC Freiburg unter Vertrag und seit 2017 in Diensten der Eintracht, traf fünfmal auf die Nullfünfer, siegte lediglich einmal und musste drei Niederlagen hinnehmen. Und wenn sich Frankfurt auf den Weg zum FSV machte, gab es nur selten Grund zum Jubeln - nämlich seit 15 Pflichtspielen nicht mehr. Vielleicht stellt Fernandes deshalb klar: "Es gibt keine Wette zwischen uns."

Spielersteckbrief Fernandes

Fernandes Gelson

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Fernandes Edimilson

Nimmt die SGE den Schwung aus der Europa League mit?

Doch Spaß beiseite: Für die Hessen wird es am Montag (20.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) darum gehen, den Schwung aus dem 2:1 beim FC Arsenal mitzunehmen in die Bundesliga, wo zuletzt zwei Niederlagen in Freiburg und gegen Wolfsburg die an sich gute Tabellensituation etwas eintrübten. Ob sich die Fernandes-Cousins, beide gelernte Mittelfeldmänner, dabei auf dem Feld häufig über den Weg laufen werden, ist trotz zahlreicher Familiengäste auf den Rängen völlig offen. Zum einen, weil Edimilson unter 05-Neu-Trainer Achim Beierlorzer eine überraschende Versetzung in die Dreierkette erfuhr. Zum anderen, weil Gelson in London zur Pause weichen musste, wenngleich er sich anders als mancher Kollege bis dahin tapfer gewehrt hatte.

Die bei den Gunners fruchtbare Umstellung von Trainer Adi Hütter auf ein 3-4-2-1 muss jedoch für den Montag nicht zwangsläufig etwas bedeuten, unabhängig von einer möglichen Genesung des in London fehlenden Sebastian Rode (Schlag aufs Knie). Denn die Mainzer haben ihre Stärken definitiv im Umschaltspiel. Folglich darf der 67-fache Schweizer Nationalkicker hoffen, weil keiner im Eintracht-Kader Konter humor- und kompromissloser abklemmt als der freundliche Fernandes.

Benni Hofmann

kicker.tv Hintergrund

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