Bundesliga

Duda und Löwen nicht in Klinsmanns Kader

Hertha: Köpke junior im Aufgebot fürs Dortmund-Spiel

Duda und Löwen nicht in Klinsmanns Kader

Eduard Löwen

Wohl nicht im Kader für das Dortmund-Spiel: Herthas Eduard Löwen. imago images

Für den Mann, der in der Vorsaison Herthas bester Torschütze und zuletzt bei Covic nur noch zweite Wahl war, ändert sich indes erstmal nichts: Nach kicker-Informationen steht Ondrej Duda nicht im 20er-Kader der Berliner für Klinsmanns Premiere auf der Hertha-Bank am Samstag gegen Borussia Dortmund (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker).

Neben Duda, der in der vergangenen Saison elf Tore und sechs Assists verbucht hatte und in dieser Spielzeit mit seiner Formkrise (sechs Liga-Einsätze, kein Tor, kein Assist) wie viele Mitspieler Rätsel aufgab, hat das neue Trainer-Team um Klinsmann auch Eduard Löwen nicht in den Kader für das Dortmund-Spiel berufen.

Der Sommer-Neuzugang aus Nürnberg hatte in Augsburg (0:4) am vergangenen Sonntag wegen eines Infekts gefehlt. Zuvor war der Mittelfeldspieler gegen RB Leipzig (2:4) und im Derby bei Union Berlin (0:1), wo er zur Pause eingewechselt wurde, einer der stärksten Berliner. Löwen wird sich dem Vernehmen nach am Freitagabend in Herthas U23 in der Regionalliga Nordost gegen Rot-Weiß Erfurt Spielpraxis holen.

Pascal Köpke darf weiter hoffen

Den Kader der Profis fürs Dortmund-Spiel am Samstag wird Hertha - entgegen früherer Gepflogenheiten - nicht kommunizieren. Nach kicker-Informationen steht Pascal Köpke, der Sohn des von Klinsmann als neuer Torwarttrainer installierten Andreas Köpke, im Aufgebot für die Partie gegen den BVB. Köpke junior, im Sommer 2018 von Zweitligist Aue gekommen, hatte in dieser Saison bislang keinen Einsatz in der Bundesliga. Dreimal - gegen Bayern (2:2), in Bremen (1:1) und gegen Hoffenheim (2:3) - stand der Angreifer bislang im Kader, kam aber nicht zum Zug.

In seiner ersten Hertha-Saison hatte Köpke sieben Einsätze in der Bundesliga verbucht, im Sommer 2019 lehnte er nach kicker-Informationen Angebote der Zweitligisten VfL Bochum und Dynamo Dresden ab - auch in Rücksprache mit seinem Vater Andreas, der seit Mittwoch zum Trainer-Team von Hertha BSC zählt.

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Der DFB hat den Bundestorwarttrainer bis Jahresende für das Engagement bei Hertha freigestellt. Der Klub wird nach Lage der Dinge den Versuch starten, Köpke senior auch für die Rückrunde zu gewinnen. Der bisherige Torwarttrainer Zsolt Petry war im Zuge des Trainerwechsels von der Bundesliga-Mannschaft abgezogen worden, soll aber im Verein bleiben. Über seinen Vertrauten Köpke war Jürgen Klinsmann am Freitag voll des Lobes: "Es ist super, dass er sich bereit erklärt hat zu helfen. Er ist ein Fachmann, ein ständiger Gesprächspartner. Seine Meinung ist mir enorm wichtig. Er könnte auch ohne Probleme ein Cheftrainer in der Bundesliga sein."

Herthas Vater-Sohn-Debatte geht in die nächste Runde

Köpke und Köpke: Auch wenn sich bei Hertha gerade vieles verändert - es geht weiterhin wahrhaft familiär zu. Die Vater-Sohn-Debatte, die den Verein seit einigen Jahren begleitet, köchelt fürs Erste weiter. Unter Covic-Vorgänger Pal Dardai hatte dessen Sohn Palko in der Hinrunde der vergangenen Saison verblüffend viele Bewährungschancen in der Bundesliga erhalten. Als Ante Covic im Sommer Pal Dardai beerbte und den Kader ausdünnte, schickte er neben anderen Talenten auch Dardai junior zur U23 - sein eigener Sohn Maurice indes blieb im Profi-Kader.

Klinsmanns Sohn Jonathan, der zwischen 2017 und 2019 als Torwart bei Hertha spielte und zu einem Europa-League-Einsatz kam, zog vor dieser Saison ablösefrei in die Schweiz zum FC St. Gallen weiter.

Pascal Köpke ist noch da - und hofft wie andere Reservisten der vergangenen Monate jetzt auf eine neue Chance. Im Angriff soll derweil Davie Selke, der in dieser Saison zumeist als Joker kam und gegen Leipzig sein erstes Saisontor erzielte, Klinsmanns Favorit auf das Startelf-Ticket gegen Borussia Dortmund sein.

Steffen Rohr

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