Vor dem Verfolgerduell zwischen Heidenheim und Fürth

Schmidts Thiago-Vergleich mit Dorsch

Setzt auf seinen Sechser: Frank Schmidt (re.) und Niklas Dorsch.

Setzt auf seinen Sechser: Frank Schmidt (re.) und Niklas Dorsch. imago images

Nach fünf Zweitligaspielen ohne Niederlage (3/2/0) hat der 1. FC Heidenheim am vergangenen Spieltag beim 1:3 in Regensburg mal wieder verloren. Dem Vertrauen in das eigene Leistungsvermögen soll die Pleite allerdings keinen Abbruch tun, wie Schmidt vergewisserte: "An unserem Selbstbewusstsein müssen wir wegen der Niederlage in Regensburg aber nicht zweifeln, das habe ich im Training in dieser Woche auch nicht gesehen."

Aufgeben? Gibt's nicht

Vielmehr argumentierte Schmidt, dass sich sein Team auf seine Stärken konzentrieren solle: "Wir dürfen nicht zu sehr über das letzte Auswärtsspiel nachdenken, sondern an die letzten Heimspiele anknüpfen." Zuletzt gelangen dem Vierten in der Heimtabelle zwei Siege gegen St. Pauli (1:0) und Hannover (4:0). Auch die eigene Charakterstärke hob der 45-Jährige hervor: "Ich glaube, in neun von 14 Spielen waren wir in Rückstand. Wir haben aber trotzdem unsere Punkte geholt." In fünf der neun Ligaspiele gingen die Schwaben nicht als Verlierer vom Feld. Sieben Zähler nach Rückstand stehen zu Buche.

Gegen Fürth (Siebter, 19 Punkte) erwartet den FCH (Sechster, 20 Punkte) eine schwere Aufgabe, wie Schmidt betonte. Vor allem vor den Offensivkräften Branimir Hrgota, Daniel Keita-Ruel und Havard Nielsen warnte Heidenheims Trainer: "Das muss man erstmal wegverteidigen, das wird unsere Aufgabe sein."

Dorsch hilft auch, wenn er nicht hilft

Dabei muss Schmidt nach wie vor auf Denis Thomalla und Maxi Thiel, die sich beide in der Reha befinden, verzichten. Der zuletzt angeschlagene Niklas Dorsch ist hingegen mit von der Partie. Nachdem der 21-Jährige gegen Regensburg laut Schmidt nicht so gut gespielt hätte (kicker-Note 3), hat er nun durch eine volle Trainingswoche seinen Rhythmus wiedergefunden. "Dann ist unser gesamtes Spiel auch wieder besser, das zeigt sich auch im Training", so das Heidenheimer Urgestein über seinen Schützling.

"Es wird schnell eine Geschichte daraus, wenn Niklas Dorsch nicht zu 100 Prozent funktioniert", meinte Schmidt und verglich seinen Sechser mit einem gewissen Positionspendant aus Spanien: "Wenn Thiago bei Bayern München nicht auf dem Platz ist, ist der Spielaufbau auch ein anderer - das ist nun mal so." Durch Dorschs Anwesenheit verfüge Heidenheim über die Möglichkeit, andere Spieler besser ins Spiel zu bringen: "Unsere Gegner versuchen Niklas Dorsch im Zentrum oft mit bis zu drei Gegenspielern rauszunehmen. Unsere Aufgabe ist es dann, den Spielaufbau weiterzuentwickeln, weil dann andere Spieler von uns frei sein sollten."

mxb