Duisburger Coach fährt mit Respekt zum HFC

Lieberknecht vor dem Hit: "Halle? Topfavorit schlechthin"

Torsten Lieberknecht

Torsten Lieberknecht hat mit dem MSV Duisburg in Halle eine schwere Aufgabe zu lösen. imago images

"Das ist die schwierigste Situation, wir sind jetzt der Gejagte." MSV-Stürmer Lukas Scepanik, der nach langer Verletzung mit zwei entscheidenden Jokertoren in Rostock (2:1) und gegen Fortuna Köln (2:1) maßgeblich zur beeindruckenden Serie von fünf Liga-Siegen hintereinander beigetragen hat, stellt sich auf eine harte Prüfung in den kommenden Wochen, speziell jetzt am Samstag bei Verfolger Halle ein.

Zumal Lieberknecht nicht mit Lob für den HFC spart. "Die eigene Mannschaft ist immer die beste", hatte der 46-Jährige zunächst sein Team im Blick, ehe er die Hallenser als den "besten Gegner", "die beste Mannschaft, die ich bisher gesehen habe", auf eine andere Ebene hob. "Auch wenn sie zwischendrin mal eine kleine Ergebnisdelle hatten", sind die Sachsen-Anhalter für Lieberknecht "definitiv ein Aufstiegsanwärter, der Topfavorit schlechthin".

Die Frage, ob sein Team aufgrund der Tabellensituation als Favorit oder nach der Aufzählung der Stärken des Gegners als Außenseiter nach Halle fahre, wollte der erfahrene Coach nicht zweifelsfrei beantworten. Er habe "Respekt vor Halle", unterstrich jedoch, dass "wir dort, wo wir sind, nicht unverdient sind". Schließlich reist sein Team als Tabellenführer mit sechs Zählern mehr als der HFC an und wartet mit dem besten Sturm der Liga auf (35 Tore).

Lieberknecht setzt auf "mannschaftliche Geschlossenheit"

Neben den Langzeitverletzten fehlen Marvin Compper (Wade) und Max Jansen (Wade), die "beide noch Probleme" haben, "kleine Fragenzeichen" standen am Donnerstag hinter Petar Sliskovic (hintere Oberschenkelmuskulatur) und Lukas Boeder (Magen-Darm). Dennoch will Lieberknecht nicht jammern, hebt "die mannschaftliche Geschlossenheit" hervor und glaubt daher, dass sein Team Ausfälle "kompensieren" kann.

nik