Europa League

Bobic über Matchwinner Kamada: "Das ist ein Wahnsinn"

Hinteregger lobt Hütters Umstellung in der Pause

Bobic über Matchwinner Kamada: "Das ist ein Wahnsinn"

Offensivspieler Daichi Kamada erzielte in London zwei Tore

Seine zwei Tore sorgten für beste Laune im Eintracht-Lager: Offensivspieler Daichi Kamada. imago images

Vor Anpfiff hatte Bobic noch erklärt, dass er mit einem Zähler in London eigentlich ganz zufrieden wäre. Weil am Ende sogar ein Dreier heraussprang, sprach der 48-Jährige am "RTL"-Mikrofon wenig überraschend von einem "sehr schönen Abend". Auch er hatte vor der Pause aber einen "sehr, sehr bescheidenen" Auftritt der Eintracht gesehen. Da habe man dem Team doch die jüngsten drei Pleiten im Anschluss an das furiose 5:1 gegen die Bayern angemerkt.

Zu oft hatte die SGE nach Meinung von Bobic - besonders auf den Außen - "schlecht verteidigt". Auch der Sportvorstand weilte in der Pause in der Kabine und sah, wie Trainer Adi Hütter die richtigen Schlüsse aus dem schwachen Auftritt zog. Dominik Kohr und Mijat Gacinovic kamen zur zweiten Hälfte auf den Platz (Bobic: "Beide haben sich ein großes Lob verdient") und leiteten die Wende mit ein. "In der zweiten Hälfte haben wir es überragend gemacht", lobte Bobic und schob nach: "So wollen wir die Mannschaft sehen."

Sie haben uns am Leben gelassen, das war ihr Fehler.

Martin Hinteregger

Außerordentlich freute sich Frankfurts Sportvorstand für Doppeltorschütze Kamada, dem in der Bundesliga und der Europa League trotz starker Auftritte oft das nötige Quäntchen Glück gefehlt habe. "Das ist vielleicht ein kleiner Löser. Der Junge hat so viel Qualität - das ist ein Wahnsinn", schwärmte der einstige Angreifer.

Verteidiger Martin Hinteregger hob explizit die "gute Umstellung" von Hütter hervor - und die schwache Chancenverwertung der Gunners. "Sie haben uns am Leben gelassen, das war ihr Fehler", kommentierte der Österreicher den wichtigen Sieg.

Das 1:1 im Parallelspiel zwischen Guimaraes, Frankfurts letztem Gegner am 12. Dezember, und Verfolger Lüttich schmeckte Bobic derweil gut. So hat die SGE alles selbst in der Hand. Wobei Bobic dringend davon abrät, auf ein Unentschieden zu gehen. "Wir müssen einfach kontrolliert spielen", so sein Vorschlag. Mit einem Heimsieg wären die Hessen definitiv durch.

msc