2. Bundesliga 2006/07, 27. Spieltag
18:25 - 23. Spielminute

Tor 0:1
Mutzel
Rechtsschuss
Vorbereitung Federico
Karlsruhe

18:30 - 29. Spielminute

Gelbe Karte
Eggimann
Karlsruhe

18:37 - 35. Spielminute

Spielerwechsel (Paderborn)
K. Fischer
für Brinkmann
Paderborn

18:41 - 39. Spielminute

Gelbe Karte
Koen
Paderborn

18:46 - 45. Spielminute

Gelbe Karte
Eichner
Karlsruhe

19:12 - 56. Spielminute

Spielerwechsel (Karlsruhe)
Männer
für Orahovac
Karlsruhe

19:30 - 73. Spielminute

Spielerwechsel (Paderborn)
Röttger
für Koen
Paderborn

19:35 - 79. Spielminute

Spielerwechsel (Karlsruhe)
Stoll
für Eggimann
Karlsruhe

19:37 - 80. Spielminute

Tor 0:2
Männer
Kopfball
Vorbereitung Federico
Karlsruhe

19:39 - 82. Spielminute

Tor 1:2
Krupnikovic
Foulelfmeter,
Linksschuss
Vorbereitung Röttger
Paderborn

19:43 - 87. Spielminute

Spielerwechsel (Karlsruhe)
Staffeldt
für Federico
Karlsruhe

19:50 - 90. + 3 Spielminute

Gelbe Karte
R. Müller
Paderborn

SCP

KSC

Glücklicher Sieg für den KSC - Paderborn wachte in der Pause auf

Federico legt wieder doppelt auf

Jubeln über das 1:0 für den KSC: Torschütze Mutzel und Gratulant Freis.

Jubeln über das 1:0 für den KSC: Torschütze Mutzel und Gratulant Freis. dpa

Paderborns Coach Holger Fach baute seine Startelf nach dem 3:0 in Unterhaching doppelt um: Krösche fehlte gelbgesperrt, zudem wurde Innenverteidger Djurisic ersetzt. Für das Duo spielten Brinkmann und Schüßler, wobei Brinkmann nach 35 Minuten gegen den Ex-Wolfsburger Fischer ausgetauscht werden musste.

Karlsruhes Trainer Edmund Becker stellte seine Mannschaft ebenfalls auf zwei Positionen nach der 1:3-Niederlage gegen Essen um: Kapllani wurde nach seinen Einsätzen für Albanien geschont und Carnell fing sich eine Oberschenkelverletzung ein. Für den Südafrikaner lief Mutzel auf, für den Stürmer rückte Orahovac in die Startformation, wobei nominell Federico in die Spitze ging.

Der KSC zeigte von Beginn weg, dass er die "verdiente Niederlage gegen Essen" (Karlsruhes Sportdirektor Rolf Dohmen) vergessen machen wollte. Die Badener kombinierten sicher und auch recht zielstrebig nach vorne. Die Paderborner Innenverteidigung zeigte einige Schwächen, allen voran Brouwers leistete sich einige Unsicherheiten. Schon in der 3. Minute klärte der Niederländer schlampig, so dass der Ball Freis vor die Füße sprang. Doch der KSC-Stürmer schloss unentschlossen ab und SC-Torwart Starke klärte. Auch in der Folge hätten die Badener bei mehr Konzentration im Abschluss schon früh jubeln können.

Die Überlegenheit der Becker-Elf dauerte bis zur 23. Minute und wurde dann auch mit dem Führungstor belohnt. Federico bediente Mutzel im Strafraum per Lupfer, der im zweiten Versuch den Ball aus sechs Metern in die Maschen drosch. Dabei ging Beckers Schachzug auf, der Mutzel und Federico immer wieder abwechselnd nach vorne stoßen ließ. Für Federico war der Assist der bereits elfte in der laufenden Spielzeit.

Allerdings riss mit dem Führungstor die Souveränität bei den Badenern ein wenig ab. Besonders wenn die Paderborner schnell über die Außen kamen, konnte Müller in der Sturmmitte seinen Bewachern Eggimann und Franz entwischen. Bei zwei Hereingaben von Schüßler und Koen kam der Kapitän der 07er jedoch einen Tick zu spät, so dass Miller im KSC-Tor durchatmen konnte.

Der 27. Spieltag

Dem Offensivspiel des SC, der im ersten Durchgang kämpferisch überzeugte, fehlte die letzte Genauigkeit. Die Zuspiele von Fall oder Schüßler über rechts, von Koen über links und von Krupnikovic durch die Mitte wurden so meist eine sichere Beute der KSC-Abwehr. Insofern ging die knappe Halbzeitführung des Spitzenreiters in Ordnung.

Der zweite Abschnitt begann mit einer enorm aggressiv zu Werke gehenden Paderborner Mannschaft. Fast einen ganzen Gang schneller liefen nun die Aktionen der Ostwestfalen ab, die auch im Pressing dem KSC mächtig zusetzten. So fand die erste Viertelstunde des zweiten Durchgangs fast ausschließlich in der Hälfte des KSC statt, auch wenn dem SC die klaren Chancen in dieser Phase fehlten. Der KSC versuchte dem Druck weiterhin mit spielerischen Mitteln zu entgehen und lauerte gegen die nun weiter aufgerückten Paderborner auf Konter.

Aber diese konnten die Paderborner lange Zeit gut unterbinden. Fischer und Gouiffe a Goufan passten im defensiven Mittelfeld höllisch auf, nicht in den entscheidenen Tempogegenstoß zu laufen. Und in der Offensive wirbelte vor allem Koen über die linke Seite die KSC-Abwehr gehörig durcheinander. Allerdings spielte der Niederländer auch ein wenig glücklos, denn er entschied sich in einigen aussichtsreichen Situationen instinktiv für die falsche Lösung.

Deshalb entschied sich auch Trainer Fach in der 73. Minute für einen Systemwechsel: Koen runter und mit Röttger eine zweite echte Spitze rein. Der KSC stand weiterhin nur hinten drin, doch dann plötzlich der Konter und wieder einmal bereitete Federico vor. Männer war der Nutznießer und machte aus dem Nichts das 2:0 für den KSC (80.).

Doch Ruhe kam nicht in die Partie, weil der SC sofort zurückschlug. KSC-Keeper Miller holte Joker Röttger von den Beinen und Schiedsrichter Drees entschied richtigerweise auf Elfmeter – Krupnikovic ließ sich nicht lange bitten und drosch das Leder humorlos zum 1:2 unter die Latte. Zwar musste der KSC jetzt noch zwei brenzlige Situationen überstehen, aber letztlich sprang das 2:2 nicht mehr heraus.

Spieler des Spiels

Giovanni Federico Mittelfeld

2,5
Tore und Karten

0:1 Mutzel (23', Rechtsschuss, Federico)

0:2 Männer (80', Kopfball, Federico)

1:2 Krupnikovic (82', Foulelfmeter, Linksschuss, Röttger)

Paderborn

Starke 3 - D. Fall 4, Sinkala 3, Brouwers 4, de Graef 3,5 - Brinkmann 4,5 , Gouiffe à Goufan 3, Schüßler 4, Krupnikovic 3 , Koen 4,5 - R. Müller 4

Karlsruhe

Miller 4 - Kies 4, Franz 3, Eggimann 3,5 , Eichner 4 - Aduobe 3, Mutzel 3,5 , Orahovac 4,5 , Porcello 4,5 - Federico 2,5 , Freis 4,5

Schiedsrichter-Team

Dr. Jochen Drees Münster-Sarmsheim

2,5
Spielinfo

Stadion

Hermann-Löns-Stadion

Zuschauer

6.667

Paderborn hat am Donnerstag schon das nächste Topteam vor der Brust, wenn die Ostwestfalen in Rostock beim Tabellenzweiten FC Hansa antreten müssen. Der KSC dagegen hat am Ostermontag bei 1860 München eine weitere Auswärtsaufgabe zu lösen.