Ein Torjäger alleine reicht nicht

Torgefährlich - Werder Bremen in der VBL

Werder Bremen hat wieder den torgefährlichsten Spieler in seinen Reihen, aber das alleine reicht nicht für den Titel.

Werder Bremen hat wieder den torgefährlichsten Spieler in seinen Reihen, aber das alleine reicht nicht für den Titel. Werder.de

Was wäre Werder Bremen ohne Michael 'MegaBit' Bittner. Der Deutsche Meister schoss bereits in der vergangenen Saison die meisten Tore und hatte großen Anteil daran, dass Werder Meister wurde. Zusammen mit Mohammed Harkous lieferte der Verein die stärkste Offensive. Genau da macht Bittner auch in dieser Saison weiter. Zusammen mit Veteran Erhan 'Dr. Erhano' Kayman bildet Bremen wieder ein erfahrenes und titelfähiges Duo. Allerdings ist Bittner fast im Alleingang für die Tore verantwortlich und die defensive Stärke von Kayman konnte bisher noch nicht viel ausrichten.

Neues Spiel, weniger Tore - die Defensive muss nun regeln

In der Torschützenliste führt Bittner mit 25 Treffern die Spitze an. Diese 25 Tore schoss Werders Torgarant insgesamt in allen Matches (Einzel und Doppel) - 13 Tore davon im Einzel. 14 Gegentore landeten bei ihm jedoch ebenfalls schon im Kasten.

In der letzten Saison stand Werder am 8. Spieltag auf Platz eins und hatte nach 24 Partien (16 Einzel und acht Doppel-Matches) 17 Siege auf dem Konto. Am gravierendsten fällt jedoch die damalige Torbilanz ins Auge: 71:41. In FIFA 20 fallen bei Weitem nicht mehr so viele Tore, aber Werder Bremen fehlen auch ein paar mehr Siege. Stand heute kann der Verein 13 gewonnene Partien in der VBL Club Championship vorweisen. Im Doppel ist Werder sogar noch ungeschlagen. Die Dominanz aus FIFA 19 konnte man bisher allerdings nicht in die neue Saison hinübertragen - trotz Offensivpower und weniger Gegentoren im Vergleich zur Vorsaison.

Es liegt an den Einzelpartien, die noch nicht im Sinne des amtierenden Deutschen Meisters sind. Auch Erhan Kayman, der mit Stuttgart immerhin Vizemeister wurde und damals zusammen mit dem HSV die beste Abwehr vorweisen konnte, scheint das perfekte Rezept noch nicht gefunden zu haben. Zwölf Tore machte er bisher, kassierte aber auch schon 16 im Einzel. Die Torgewalt, die Werder in der vergangenen Saison den Titel brachte, scheint in FIFA 20 nicht zu greifen und wenn das nicht klappt, muss vielleicht ein Strategiewechsel her. Eine gute Defensive kann in diesem Jahr vielleicht wirklich die Meisterschaft sichern.

Paradebeispiel dafür im Moment ist Borussia Mönchengladbach. Der aktuelle Tabellenführer steht mit der besten Abwehr da und hat nur 16 Gegentreffer zugelassen. Am 2. Dezember geht es für Bittner und Kayman gegen Darmstadt 98, bevor man auf den VfB Stuttgart tritt. Zwei Aufgaben, denen Werder eigentlich gewachsen sein sollte, um weiterhin die oberen Tabellenregionen besetzen zu können.

Nicole Lange

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