Bundesliga

TSG Hoffenheim gründet eigene Textilmarke

"umoja" als nachhaltige Entwicklungshilfe für Afrika

TSG Hoffenheim gründet eigene Textilmarke

Die Hoffenheimer Sargis Adamyan, Luana Bühler, Lena Lattwein, Ihlas Bebou und Andrej Kramaric (v. li.) präsentieren die neue Marke.

Die Hoffenheimer Sargis Adamyan, Luana Bühler, Lena Lattwein, Ihlas Bebou und Andrej Kramaric (v. li.) präsentieren die neue Marke. tsg

Bereits seit August dieses Jahres stellt die TSG all ihre Aktivitäten unter Klimaneutralität. Mit den CO2-Kompensationen des Vereins werden in Uganda seither mehrere Aufforstungsprojekte unterstützt. Im Zuge dessen stellten die Kraichgauer am Donnerstag ihr jüngstes, ebenfalls in Uganda angesiedeltes Projekt vor. Der Bundesligist hat eine eigene Textil und Lifestylemarke gegründet: "umoja", das aus der Landessprache Suaheli im Deutschen "Einheit" bedeutet.

"Wir gehen nun einen wesentlichen Schritt weiter: Für eine nachhaltige Entwicklung Afrikas müssen wir faire Marktzugänge auf Augenhöhe schaffen", erklärt TSG- Geschäftsführer Dr. Peter Görlich. Die mit der heimischen Baumwolle in kurzen Betriebswegen und zu Mindestlöhnen produzierte Ware soll der wirtschaftlichen Entwicklung vor Ort dienen, zehn Prozent der Erlöse fließen zudem in weitere infrastrukturelle Maßnahmen vor allem in Sachen Bildung in Uganda.

Dazu hat die TSG als Anschubfinanzierung "einen höheren fünfstelligen Betrag" investiert, so Geschäftsführer Finanzen, Frank Briel, "es geht darum, unsere Haltung als Klub gegenüber gesellschaftspolitisch relevanten Themen zum Ausdruck zu bringen und aus dem guten Gefühl, unserer Rolle als TSG Hoffenheim gerecht zu werden. Ein Klub unserer Größe und Prägung hat auch eine Aufgabe außerhalb des Spielfeldes, einen sozialen Auftrag. Dem werden wir mit einem Ansatz gerecht, mit dem wir Grenzen überwinden und Wertschöpfung an unterschiedlichen Standorten betreiben. Das ist die Grundidee."

Das Siegel "Cotton made in Africa" garantiere, dass nur Kleinbauern partizipieren, die ausschließlich Regenfeldbau betreiben und ohne künstliche Bewässerung arbeiten. Kinderarbeit und Zwangsarbeit sind verboten, es gilt Lohngleichheit von Frau und Mann, die Nutzung von gentechnisch verändertem Saatgut ist ausgeschlossen - möglichst faire und sichere Bedingungen für die gesamte Wertschöpfung bis hin zum fertigen Produkt.

"Gemeinsam etwas bewegen, gemeinsam etwas erreichen, gemeinsam Haltung zeigen für eine nachhaltige Entwicklung und als führender deutscher Fußballverein etwas zu geben für die Menschen und die Natur des afrikanischen Kontinents - dafür steht die Marke umoja", so Görlich, "mit dieser Strategie, die sich auch immer am Nutzen für die Gesellschaft orientieren soll, setzt die TSG im Profi-Fußball ein klares Zeichen."

Michael Pfeifer