Dortmunds Youngster sorgt wieder für Ärger

Nächster Fehltritt: Warum Sancho nicht von Anfang an spielte

Jadon Sancho

Leistete sich in Barcelona den nächsten Fehltritt: Jadon Sancho. imago images

Etwas mehr als einen Monat ist es her, da hatte der BVB schon einmal äußerst hart durchgegriffen und Jadon Sancho für das Topspiel gegen Tabellenführer Mönchengladbach (1:0) suspendiert. Der 19-Jährige war verspätet von der englischen Nationalmannschaft zurückgekehrt und sollte seine Lehren aus der Sanktion, die zudem eine 100.000-Euro-Geldstrafe beinhaltete, ziehen.

Dies blieb offenbar wirkungslos. Einem zuletzt von "The Athletic" veröffentlichten Bericht, wonach sich Sancho vom Verein "erniedrigt" und "im Stich gelassen" fühle, folgte der nächste massive Fehltritt in Barcelona - und damit die nächste Eskalationsstufe eines Theaters, das in dieser Heftigkeit trotz kleinerer Verfehlungen zuvor so nicht absehbar war.

Dortmunds Nummer 7 erschien nach kicker-Informationen am Mittwoch vor dem Spiel verspätet zur Teambesprechung. Die "Bild" hatte zuerst darüber berichtet.

Trainer Lucien Favre ließ ihn beim Spiel daraufhin zunächst auf der Bank ("Wir brauchen elf Spieler, die fokussiert und bereit sind" - Favre). Nach dem 0:2-Pausenrückstand wurde der Offensivmann dann allerdings eingewechselt und erzielte den Treffer zum 1:3-Endstand aus BVB-Sicht, kurz vor dem Ende traf er zudem die Latte. "Er hat in der zweiten Hälfte eine sehr gute Reaktion gezeigt", sagte Mats Hummels über seinen Teamkollegen.

Ob der neuerliche Vorfall für den Youngster Folgen hat, steht noch nicht fest. Vor der Partie im Camp Nou hatte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke den Arm um Sancho gelegt und mit ihm geredet.

Matthias Dersch/mkr

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