Cottbus ist seit elf Liga-Spielen ungeschlagen

Wollitz: "Da sind wir dann ganz weit entfernt"

Trainer Claus-Dieter Wollitz

Voller Energie: Cottbus-Trainer Claus-Dieter Wollitz. imago images

Cottbus hatte das dramatische Saisonfinale in der 3. Liga zu verdauen, das 1:1 am 38. Spieltag in Braunschweig kostete aufgrund der schlechteren Tordifferenz gegenüber der punktgleichen Eintracht und Großaspach die Liga-Zugehörigkeit. Mit drei Niederlagen in den ersten fünf Spielen erwischte Cottbus dann auch einen Fehlstart in der Viertklassigkeit, hat sich aber längst akklimatisiert und ist seit elf Liga-Spielen ungeschlagen (8/3/0).

Robert Müller

Robert Müller ist eine wichtige Stütze in Wollitz' Mannschaft. imago images

Das hat Gründe, wie Wollitz betont. "Wir brauchen halt gewisse Spieler auf dem Platz." Beispielsweise Niclas Erlbeck und Robert Müller. "Wenn beide auf dem Rasen standen, haben wir noch kein einziges Spiel verloren. Müller mit seiner Erfahrung in der Abwehr ist unabdingbar für die Mannschaft. Wir haben mit ihm zehn Spiele gemacht und 26 Punkte geholt."

Ich möchte geklärt haben: Welche Perspektive hat der Verein? Und welche Perspektive hat diese Mannschaft?

Trainer Claus-Dieter Wollitz

Fehlen ihm aber Spieler wie Erlbeck oder Müller, dann habe Cottbus ein Problem: "Es gibt keine Spieler, die sofort in die Bresche springen können - auch wenn sie es wollen. Von der Qualität, der Erfahrung und der Zweikampfführung sind wir dann ganz weit entfernt." Forderungen will er dennoch nicht an die Vereinsführung stellen, "ich formuliere nur Wünsche". Die sehen "noch drei bis vier" neue Spieler in der Winterpause vor, sofern der Verein in Sachen Aufstieg "wirklich alles versuchen will".

Und auch Wollitz über das Vertragsende im Sommer 2020 hinaus binden möchte. Denn die Zukunft des 54-Jährigen beim Tabellenzweiten ist noch offen. "Ich möchte geklärt haben: Welche Perspektive hat der Verein? Und welche Perspektive hat diese Mannschaft?" Derzeit sportlich zumindest eine Gute. Vor dem Gang am kommenden Sonntag zu Aufsteiger Lichtenberg 47 beträgt der Rückstand auf Tabellenführer Altglienicke nur zwei Zähler. Dort gibt Cottbus eine knappe Woche später seine Visitenkarte ab, ehe der Jahresausklang gegen Hertha II mit dem nächsten Topspiel weitergeht.

Klarheit nach dem Hertha-Spiel

Dann wird eine Tendenz zu sehen sein, wohin die Reise geht. Auch die von Wollitz, denn der will sich nach dem Spiel gegen den Hauptstadt-Klub zu seiner weiteren Zukunft äußern. "Ich will für Klarheit sorgen, was ab dem 1. Juli 2020 passiert."

nik/fn