Keller-Duell zwischen Nürnberg und Wiesbaden

Man sieht sich immer zweimal...

Felix Dornebusch, Törles Knöll & Jakov Medic

Einiges zu beweisen: Nürnbergs Torwart Felix Dornebusch (l.) sowie Wiesbadens Törles Knöll und Jakov Medic (r.). imago images

Gemeint ist unter anderem Felix Dornebusch. Der Torwart steht erst seit zehn Tagen beim Club unter Vertrag. Zuvor war der 25-Jährige vereinslos gewesen. Auch beim kommenden Gegner aus Wiesbaden hatte Dornebusch im dreitägigen Probetraining vorgespielt, doch der SVWW entschied sich für Heinz Lindner als neue Nummer 1. Die zweite Geige wollte der 1,93-Meter-Mann bei den Hessen nicht spielen. Also hielt sich der Ex-Bochumer bei Borussia Dortmund fit und profitierte vom Torwart-Engpass beim FCN. Ausgerechnet im prestigeträchtigen Frankenderby feierte Dornebusch sein Debüt für die Nürnberger und behielt beim 0:0 in Fürth eine weiße Weste (kicker-Note 3,0). Nun will er beweisen, dass es keine gute Idee war, ihn damals nicht verpflichtet zu haben.

Einen ähnlichen Antrieb für diese Partie dürften Törles Knöll und Jakov Medic im SVWW-Trikot haben. Da es für beide in Nürnberg keine Einsatzchancen gab, verlieh sie der Club nach Wiesbaden. Beim Aufsteiger wird das Duo hingegen gebraucht: Der 21-jährige Innenverteidiger Medic hat sich in der Startelf festgespielt und kam in neun Spielen zum Zug (kicker-Notenschnitt 3,94). Der 22-jährige Stürmer Knöll kam auch aufgrund einer Zerrung erst auf sieben Joker-Einsätze und ein Tor. Beide wollen nun den FCN zeigen, dass es ein Fehler war, nicht auf sie zu bauen.

Spielersteckbrief Dornebusch

Dornebusch Felix

Spielersteckbrief Knöll

Knöll Törles

Spielersteckbrief Medic

Medic Jakov

2. Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Arminia Bielefeld
32
2
Hamburger SV
29
3
VfB Stuttgart
26
1. FC Nürnberg - Termine
SV Wehen Wiesbaden - Termine
1. FC Nürnberg - Vereinsdaten

Gründungsdatum

04.05.1900

Vereinsfarben

Rot-Weiß

SV Wehen Wiesbaden - Vereinsdaten

Gründungsdatum

01.01.1926

Vereinsfarben

Rot-Schwarz-Gold

Keller: "Die Mannschaft muss gierig sein"

Am wichtigsten sind in diesem Keller-Duell aber natürlich das große Ganze, sprich die Punkte. "Es braucht keiner denken, dass es ein leichtes Spiel wird. Es wird nicht weniger Druck sein, als im Derby. Wir sind nicht in der Lage, einen Gegner unterschätzen zu dürfen", warnt Club-Coach Jens Keller vor dem Tabellenschlusslicht. "Die Mannschaft muss gierig auf den Sieg sein. Wer das nicht rüber bringt, kriegt ein Problem mit mir." In der Liga wartet Nürnberg seit sechs Runden auf einen Dreier (0/3/3). "Fürs Selbstvertrauen wäre es enorm wichtig, diesen Sieg am Samstag einzufahren. Wir wollen auch unseren Fans etwas zurückgeben", weiß Keller auch um die schwache Heimbilanz des FCN, der erst ein Spiel auf eigenem Rasen gewinnen konnte (1/4/2, 7:14 Tore, Rang 16).

Rehm: "Wir brauchen mehr Eigeninitiative"

Wiesbaden konnte seit fünf Spielen nicht mehr gewinnen (0/3/2) und kassierte zuletzt zwei Niederlagen in Folge. "Wir brauchen mehr Eigeninitiative, mehr Eigenverantwortung und Galligkeit", fordert SVWW-Trainer Rüdiger Rehm und stellt unmissverständlich klar: "Wir fahren nach Nürnberg, um die drei Punkte, die es dort zu vergeben gibt, mitzunehmen." Um den Club zu knacken, sei "das Zweikampfverhalten entscheidend".

cru

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