Champions League

Salzburger Sensation gegen Titelverteidiger Liverpool: "Warum nicht?"

Erstes Achtelfinale für Österreichs Spitzenklub weiter möglich

Salzburger Sensation gegen Titelverteidiger Liverpool: "Warum nicht?"

Salzburgs Trainer Jesse Marsch nach Sieg gegen Genk

War hochzufrieden mit seiner Mannschaft: Salzburgs Trainer Jesse Marsch. imago images

Ganz so furios wie das Hinspiel (6:2) war das 4:1 in Genk nicht, dennoch war RB-Trainer Jesse Marsch sehr zufrieden mit seiner Mannschaft: "Es war ein super Sieg und ein guter Moment für unseren Verein." In der Tat agierten die Österreicher abgeklärter als die von Hannes Wolf trainierten Belgier und machten vor allem zum richtigen Zeitpunkt die Tore. "Sehr reif" habe seine Mannschaft gespielt sagte der US-Amerikaner und verwies darauf, dass man so viel in diesem Turnier gelernt habe.

Vor allem die Entwicklung seiner jungen Mannschaft gefällt dem Coach besonders: "Wir haben diese Saison so viele gute Momente - haben fast immer gut gespielt. Wir haben so viel Entwicklung gesehen, das war unser Ziel." Dass das Achtelfinale ein mögliches Ziel sein könnte, das hatten sich wohl nur die kühnsten der RB-Fans erträumen lassen, angesichts der weiteren Gruppenmitgliedern Liverpool und Neapel. Doch nach fünf Spieltagen ist es tatsächlich so, dass Salzburg in seiner ersten Champions-League-Saison gleich das Achtelfinale erreichen könnte.

Endspiel am letzten Spieltag gegen Liverpool

Im Parallelspiel trennten sich Liverpool und Neapel 1:1 und ermöglichten so der Marsch-Elf das erträumte Endspiel am 10. Dezember in Salzburg gegen Liverpool (21 Uhr, LIVE! bei kicker.de). Da in der Gruppenphase der direkte Vergleich zählt, lohnt es sich, noch einmal aufs Hinspiel gegen den LFC zu schauen: Beim Spektakel in Liverpool lagen die Salzburger bereits 0:3 zurück, glichen aus, um dann durch Salah doch noch das 3:4 hinnehmen zu müssen. Schießt also die Klopp-Elf weniger als drei Tore, reicht Salzburg auch ein Sieg mit einem Tor Unterschied.

Das letzte Spiel ist die größte Herausforderung für uns alle.

RB-Trainer Jesse Marsch

Die Theorie klingt zumindest recht einfach - die Praxis wird aber deutlich schwerer, das weiß auch Marsch: "Das letzte Spiel ist die größte Herausforderung für uns alle, Spieler und Trainer. Gegen eine Mannschaft wie Liverpool ist es eine Wahnsinns-Gelegenheit, aber natürlich auch schwierig." In zwei Wochen wird sich also zeigen wie "reif" und entwickelt die junge RB-Mannschaft ist. Liverpool hat als amtierender Titelträger definitiv mehr zu verlieren als die Mozartstädter und auch Marsch will nicht von vornherein aufgeben und antwortete, angesprochen auf ein mögliches Erfolgserlebnis: "Warum nicht?"

sts

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