Running Back der Buffalo Bills überholt Barry Sanders

Ein Märchen trotz großer Hürden: Gore läuft sich in die NFL-Geschichtsbücher

Frank Gore ist Running Back bei den Buffalo Bills.

Hat es auf Platz 3 der ewigen NFL-Liste in Sachen Rushing Yards geschafft: Bills-Athlet Frank Gore. imago images

Der Lernschwäche, Schwierigkeiten bei den Schulprüfungen und zwei Kreuzbandrissen sowie vielen kritischen Stimmen, die ein verfrühtes Karriereende immer wieder prophezeien, zum Trotz: Frank Gore hat in seiner nun schon 15-jährigen NFL-Karriere nie aufgegeben. Der in Coconut Grove geborene Athlet, der es in seiner Laufbahn fünfmal in den Pro Bowl schafft und 2012/13 mit den San Francisco 49ers in den Super Bowl einzieht (31:34 zusammen mit Quarterback Colin Kaepernick gegen die Baltimore Ravens), ist nach wie vor fleißig unterwegs.

Nach den Stationen San Francisco 49ers (2005-2014), Indianapolis Colts (2015-2017) und Miami Dolphins (2018) ist der Routinier seit dieser Regular Season für Buffalo unterwegs - und mit den Bills (8:3) sogar mittendrin im Play-off-Rennen. Es wäre erst die zweite Endrundenteilnahme für das Team aus dem Bundessaat New York seit der Jahrtausendwende (2017) - und die vierte für Gore, der allerdings nach den Play-offs 2011/2012, 2012/2013, 2013/2014 schon einige Zeit lang wartet.

Gore: "Danke für jeden Block"

Seit dem vergangenen Wochenende und dem klaren 20:3 gegen die Denver Broncos, in dem der Spieler mit 15 Carries 65 Yards erreicht hat, steht sogar einen Meilenstein zu Buche. Mit nunmehr 15.289 Rushing Yards hat Gore nun Legende Barry Sanders (15,269 Yards für die Detroit Lions) erreicht und sich damit auf Rang 3 der ewigen Bestenliste vorgeschoben. Vor ihm stehen weiterhin die Ikonen Walter Payton (Chicago Bears, 16.726 Yards) und der schier unerreichbare Emmitt Smith (Dallas Cowboys sowie Arizona Cardinals, 18.355 Yards).

Die nächste Möglichkeit auf Yards ergibt sich bereits am Donnerstag, wenn in den USA der Feiertag Thanksgiving abgehalten wird. Hier gastieren die Bills bei den Dallas Cowboys (22.30 Uhr MEZ).

Gore selbst hängt seine Marke derweil nicht so hoch, er zeigt sich vielmehr dankbar dafür, seine Passion Football trotz diverser Hürden so lange schon ausleben zu dürfen. Und ganz besonders bedankt er sich bei all seinen Kollegen: "An all die Linemen in meiner Karriere: Ich will euch allen 'Danke' sagen. Danke für jeden Block, für jeden Spielzug."

mag

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