3. Liga, 17. Spieltag: Derbysieger 1860 dank Mölders, FCI wird spät geschockt

Zwickau wacht zu spät auf: Braunschweig springt auf Rang 3

Robin Becker schießt zum 3:1 der Braunschweiger gegen Zwickau ein

Robin Becker (#14) wuchtet den Ball zum zwischenzeitlichen 3:0 gegen Zwickau in die Maschen. Der BTSV springt dank des 3:1-Siegs gegen Zwickau auf den dritten Platz. imago images

Montag: Löwen überrollen Schwäne in der ersten Stunde

Zum Abschluss des Spieltags trafen Eintracht Braunschweig und der FSV Zwickau am Montagabend aufeinander. Der BTSV startete im zweiten Spiel und Trainer Marco Antwerpen furios: Proschwitz, Kijewski und Kobylanksi ließen noch in den Anfangsminuten Hochkaräter liegen. Zwickau sortierte sich etwas, wurde dann aber kalt erwischt, als Bär und Kobylanski per Doppelschlag auf 2:0 stellten (27., 29.). Von den Gästen kam viel zu wenig, der BTSV ging mit dem hochverdienten 2:0 in die Pause. Nach dem Seitenwechsel stellte Becker auf 3:0 (56.), doch dann strafften sich die Gäste: König verkürzte (67.), sein zweiter Treffer zählte zu Recht nicht (71.). Mehr war für die Sachsen nicht drin - zwar gehörte die Schlussphase dem FSV, doch die Enochs-Elf war zu spät aufgewacht. Die Löwen springen durch den Sieg auf Rang 3.

Sonntag: FCI verspielt Sieg gegen Meppen - Haching rettet Punkt im Derby

Am Sonntag verspielte der FC Ingolstadt in wirklich letzter Minute noch den Sieg gegen den SV Meppen und musste damit den zweiten Platz an Halle abgeben. Kutschke traf in der sechsten Minute unter die Latte zur frühen Führung der Schanzer, die auch in der Folge die Partie dominierten. Nach der Pause wurde Meppen aktiver, die Abwehr der Ingolstädter stand jedoch meist sicher. Praktisch mit dem Schlusspfiff gelang den Gästen dann doch noch der Ausgleich: Undav tunnelte Keeper Buntic zum 1:1.

Im zweiten Sonntagsspiel unterlag die SpVgg Unterhaching gegen den TSV 1860 München im Derby mit 2:3. Die Löwen bleiben damit unter dem neuen Trainer Michael Köllner ungeschlagen. Über weite Strecken dominierten die Gäste, das erste Tor erzielte jedoch die SpVgg Unterhaching: Stroh-Engel war in der 18. Minute zur Stelle. Doch schon in der 24. Minute staubte Mölders zum verdienten 1:1 ab. Nach der Pause warf sich Rieder dann in einen Kopfball von Mölders und erzielte die 2:1-Führung. Unterhaching drehte in der Schlussphase aber noch einmal auf und wurde durch den Ausgleich von Heinrich (80.) scheinbar belohnt. Doch die Löwen gaben nicht auf und Mölders entschied in der Nachspielzeit schließlich die Partie. Unterhaching verpasste die Gelegenheit, am FC Ingolstadt in der Tabelle vorbeizuziehen.

Samstag: Boyd entscheidet spät das Topduell in Halle

Der Drittliga-Kracher am Samstag ging an Halle. Der HFC schlug den zuletzt fünfmal siegreichen MSV Duisburg in letzter Minute mit 1:0 und rückt bis auf drei Punkte an die Zebras ran. Im ersten Durchgang begegneten sich die Kontrahenten auf Augenhöhe, ehe Duisburg nach der Pause die Schlagzahl erhöhte und zwei Pfostentreffer zu verzeichnen hatte. Das Tor machte aber der HFC: Joker Boyd stach in der 89. Minute mit einem Distanzknaller zu, das neunte Saisontor des Torjägers.

Münster gibt binnen vier Minuten das Spiel her

Die Talfahrt von Münster hält unvermindert an, die Preußen ziehen trotz Führung zu Hause gegen Mannheim mit 1:3 den Kürzeren und sind nun seit 13 Spieltagen ohne Dreier. Die Mannschaft von Trainer Sven Hübscher ging früh durch Hoffmann in Führung (7.), die hielt bis zur 72. Minute. Dann dreht Waldhof binnen vier Minuten mit drei Toren das Spiel: Bouziane, Diring und Schultz waren zur Stelle. Die Mannheimer Auswärtsserie hält - seit Mai 2018 haben die Kurpfälzer in der Fremde nicht mehr verloren.

Großaspach verliert - CFC punktet und hadert

Großaspach bleibt unter dem Strich, nachdem es gegen Magdeburg eine Last-Minute-1:2-Niederlage setzte. Der FCM dominierte die erste Halbzeit, traf aber nur in Form von Bertram (32.). Dies sollte sich zu Beginn des zweiten Durchgangs rächen, denn Vlachodimos glich für Sonnenhof aus. In der Nachspielzeit war FCM-Torjäger Beck zur Stelle und sorgte dafür, dass Magdeburg erstmals in dieser Saison zwei Spiele in Serie gewann. Chemnitz und Uerdingen trennen sich nach einer wilden Schlussphase 1:1, der CFC bleibt vier Punkte hinter dem rettenden Ufer. Nach der Gelb-Roten Karte gegen Großkreutz (76.) gingen die dezimierten Uerdinger durch einen umstrittenen Elfmeter durch Boere in Führung (83.), Garcia rettete per Kopf der Glöckner-Elf aber wenigstens noch einen hochverdienten Zähler (86.).

FCK-Aufwärtstrend hält an

Der 1. FC Kaiserslautern setzt seinen Aufwärtstrend fort. Mit dem 4:2 beim seit Mitte September sieglosen Aufsteiger Viktoria Köln haben sich die Pfälzer weiter von den Abstiegsrängen abgesetzt. Um den dritten Sieg in Folge musste der FCK nur kurz zittern, denn nach den Treffern von Bachmann (10.), Kühlwetter (42.) und Thiele (64.) meldete sich die Viktoria mit einem Wunderlich-Doppelpack zurück (70., 84. Foulelfmeter). Skarlatidis beseitigte mit einem Volleyschuss die Zweifel (88.). Der FCK zieht mit dem Dreier an Köln vorbei und hat einen Zähler mehr als die Viktoria auf dem Konto.

Viele Chancen und ein Eigentor: Rostock beendet den Negativlauf

Im Nord-Süd-Vergleich schenkten sich Rostock und die Würzburger Kickers nichts, das bessere Ende beim Chancenfestival hatte Hansa. Kurios: Trotz der Vielzahl der Möglichkeiten auf beiden Seiten musste ein Eigentor herhalten, um eine Entscheidung herbeizuführen. Würzburgs Pfeiffer fälschte den Ball mit dem Halbzeitpfiff ins eigene Tor. Rostock beendete mit dem 1:0 eine Serie von zuletzt drei Niederlagen. Die Kickers holten nur einen Dreier in den vergangenen sechs Spielen und rutschen auf den ersten Nichtabstiegsplatz ab.

Jena schafft den zweiten Saisonsieg: 2:1 in München

Der Spieltag begann am Freitag mit einer Überraschung: Das abgeschlagene Schlusslicht Carl Zeiss Jena gewann bei der U 23 des FC Bayern mit 3:2. Dabei begann die Partie für die Münchner eigentlich sehr gut: Cuisance, der eigentlich für die Profis am Samstag gegen Leverkusen vorgesehen war, spielte in der 9. Minute gleich zwei Jena-Abwehrspieler aus und erzielte die frühe Führung. Doch die Freude der Gastgeber währte nicht lange: Schon in der 11. Minute traf Käuper mit einem wuchtigen Schuss unter die Latte zum Ausgleich. Und damit nicht genug: Günther-Schmidt drehte mit einem Kopfball aus kurzer Distanz die Partie für den Underdog. Nach der Pause drängte Bayern auf den Ausgleich und wurde in der 74. Minute durch Köhn belohnt. Bei der Aktion verletzte sich Jenas Hammann und musste behandelt werden, war jedoch in der 78. Minute mit einem Freistoß zur Stelle, den Will unglücklich ins eigene Netz lenkte. So kamen die Thüringer am Ende tatsächlich zu ihrem zweiten Saisonsieg.

aho/sam

Antwerpen, Schmitt und Glöckner sind neu: Die Trainer in der 3. Liga