Bundesliga 2006/07, 28. Spieltag
16:12 - 41. Spielminute

Gelbe Karte
Balitsch
Hannover

16:16 - 44. Spielminute

Tor 1:0
Bruggink
Rechtsschuss
Vorbereitung Stajner
Hannover

16:35 - 46. Spielminute

Spielerwechsel (Bayern)
Santa Cruz
für Görlitz
Bayern

16:41 - 53. Spielminute

Tor 1:1
Demichelis
Rechtsschuss
Vorbereitung Ottl
Bayern

16:43 - 55. Spielminute

Gelbe Karte
Lahm
Bayern

16:43 - 55. Spielminute

Spielerwechsel (Hannover)
Yankov
für Bruggink
Hannover

16:50 - 62. Spielminute

Spielerwechsel (Bayern)
Podolski
für Makaay
Bayern

16:56 - 68. Spielminute

Gelbe Karte
Lell
Bayern

16:57 - 69. Spielminute

Gelbe Karte
Lala
Hannover

16:59 - 70. Spielminute

Tor 1:2
Schweinsteiger
Rechtsschuss
Vorbereitung Ottl
Bayern

17:01 - 73. Spielminute

Spielerwechsel (Hannover)
Hashemian
für Lala
Hannover

17:07 - 79. Spielminute

Rote Karte
Fahrenhorst
Hannover

H96

FCB

Bayern dreht das Spiel - Rot für Fahrenhorst

Schweinsteigers Knaller entscheidet

Bayerns Demichelis (li.) gegen 96-Angreifer Stajner

Hoch das Bein: Bayerns Torschütze Demichelis (li.) hat zwar bessere Haltungsnoten, Stajner aber behält hier die Oberhand. dpa

Bei Hannover holte sich der Ex-Münchner Tarnat bei der 0:2-Niederlage in Bochum seine fünfte Gelbe Karte ab und musste pausieren. Für den Routinier wurde so Vinicius von Trainer Dieter Hecking nach links hinten beordert. In der Innenverteidigung spielte dafür Zuraw, der ebenso neu in die Mannschaft kam wie Bruggink, der Schröter ersetzte. Bayern-Coach Ottmar Hitzfeld ließ nach dem 2:2 beim AC Milan kräftig rotieren. Für Rensing, den verletzten Sagnol (Meniskus), die mit muskulären Problemen angeschlagenen Lucio und Salihamidzic sowie Hargreaves und Podolski kamen Kahn, Görlitz, Demichelis, Lell, van Bommel und Pizarro zum Einsatz.

Bei besten äußeren Bedingungen hatte Hannover zu Beginn leichte Vorteile, war einen Tick aggressiver als die Gäste, die vor allem im Vorwärtsgang jede Menge Abspielfehler produzierten. Die Niedersachsen nutzten das eine oder andere Abstimmungsproblem beim Rekordmeister und waren vor allem dann gefährlich, wenn es über die Außen ging: Bei Brugginks Pfostenkopfball nach Rosenthals Flanke standen die Niedersachsen dicht vor der Führung (15.). Die Münchner agierten im ersten Durchgang äußerst verhalten, bis auf einen Distanzschuss von van Bommel (4.) und ein klares Abseitstor Makaays (9.) war nicht viel zu sehen vom Tabellenvierten.

Die Hecking-Elf riss das Geschehen in einer Partie mit gemächlichem Tempo immer mehr an sich. Trotz des deutlichen Übergewichtes der Hausherren im Mittelfeld blieben klare Tormöglichkeiten aber Mangelware, weil sich das Anspiel in die Spitze schwierig gestaltete. Gefahr drohte dem Bayern-Tor so zunächst nur durch Fernschüsse (Balitsch, 27., Huszti, 32.).

Auch die Schlussviertelstunde der ersten 45 Minuten gehörte 96, und der Ball lag auch zweimal im Gästetor, doch beide Male entschied Referee Gräfe zu Recht auf vorheriges Foulspiel bzw. Abseitsstellung (33., 37.). Die Bemühungen der Niedersachsen aber wurden noch vor dem Wechsel belohnt, wenn auch mit etwas Glück: Stajner behauptete am Strafraum den Ball gegen van Buyten und leitete quer weiter zu Bruggink. Der Niederländer zog aus 17 Metern ab, van Buyten fälschte ab, und der Ball flog unhaltbar für Kahn ins rechte Eck zur Führung ins Netz (44.).

Der 28. Spieltag

Mit Santa Cruz für Görlitz stärkten die Münchner ihre Offensive, doch es war ein Abwehrspieler, der die Hitzfeld-Elf ins Spiel zurückbrachte: Enke faustete den Ball nach einer Flanke aus dem Strafraum, Schweinsteiger köpfte an den Sechzehner zurück. Ottl schlenzte in den Lauf von Demichelis, der in Mittelstürmerposition aus elf Metern wuchtig unter die Latte knallte (53.).

Das Spiel war nun ausgeglichener, 96 aber zunächst wie im ersten Abschnitt mit mehr Initiative: Nach Chancen von Lala (58.), Stajner, der überhastet halbrechts frei vor Kahn abschloss (61.) und Zuraw, gegen dessen Kopfball Schweinsteiger auf der Linie rettete (63.), waren die Hausherren nah dran am (erneuten) Führungstreffer. Den aber erzielten die Gäste mit dem besten Angriff der Partie: Der für Makaay eingewechselte Podolski direkt zu Ottl, der volley auf Schweinsteiger ablegte. Der Nationalspieler jagte den Ball genau von der Strafraumlinie an die Unterkante der Latte - von dort sprang die Kugel ins Netz (70.).

Hannover zeigte sich nach dem Rückstand geschockt. Nun spielte der Titelverteidiger gegen die nachlassenden Niedersachsen scheinbar souverän die Uhr herunter, erst recht nach Fahrenhorsts Feldverweis wegen einer Notbremse gegen den durchgebrochenen van Bommel (79.). Erst kurz vor Schluss hatten Balitsch - sein Flachschuss sauste Zentimeter links am Tor vorbei (87.) - und Hashemian, dessen Solo Lahm im letzten Moment stoppte, noch die Ausgleichschance für die Heimelf (90.).

Spieler des Spiels

Martin Demichelis Abwehr

2
Spielnote

3,5
Tore und Karten

1:0 Bruggink (44', Rechtsschuss, Stajner)

1:1 Demichelis (53', Rechtsschuss, Ottl)

1:2 Schweinsteiger (70', Rechtsschuss, Ottl)

Hannover

Enke 3 - Cherundolo 3, Fahrenhorst 3 , Zuraw 3,5, Vinicius 3,5 - Lala 4 , Balitsch 3 , Rosenthal 4, Bruggink 2,5 , Huszti 4 - Stajner 5

Bayern

Kahn 2,5 - Lell 4 , Demichelis 2 , van Buyten 3, Lahm 4 - Ottl 2, Görlitz 5 , van Bommel 4, Schweinsteiger 3 - Pizarro 4, Makaay 4,5

Schiedsrichter-Team

Manuel Gräfe Berlin

2,5
Spielinfo

Stadion

AWD-Arena

Zuschauer

49.000 (ausverkauft)

Hannover hat am kommenden Samstag in Stuttgart das zweite Spitzenteam in Folge vor der Brust, während die Bayern nach dem Champions-League-Rückspiel gegen den AC Mailand am Mittwoch in der Liga am Sonntag gegen Leverkusen antreten müssen.