Kölner fordert die Kollegen auf, sich mehr zu wehren

Höger: "Wir müssen dem Gegner wehtun"

Marco Höger

Fordert mehr Einsatz: Marco Höger. imago images

Zwar wisse man mittlerweile, "dass es nur um den Klassenerhalt" gehe. Doch augenscheinlich fand man bislang noch nicht die Mittel, dies auch dem Gegner klar zu machen: "Wir müssen zusehen, dass wir das, was wir uns als Mannschaft vornehmen, auch auf den Platz bringen", fordert der Mittelfeldspieler und mit Blick auf die Tabelle: "Wir dürfen nicht abreißen lassen."

Kompaktheit ist ein wirkungsvolles Rezept in dieser prekären Situation, darauf arbeitet Markus Gisdol im Training hin. Räume verdichten, Pass- und Laufwege zustellen, Konter verhindern: "Wir müssen eine Kampfzone in der eigenen Hälfte einrichten", formuliert Höger, "was wir in Leipzig selten oder gar nicht geschafft haben. Unsere Zielsetzung muss sein, dass wir unangenehm sind, dem Gegner weh tun."

Höger nimmt die Älteren in die Pflicht

Dabei ist Höger bereit, Zeichen zu setzen. "Wir haben eine junge Mannschaft, in der viele ihr erstes Bundesligajahr spielen. Das macht es nicht einfach, gerade auch in einem Umfeld, das durch die Erwartungshaltung vor der Saison nach oben gepusht wurde. Da müssen gerade die älteren Spieler vorangehen, das haben wir noch nicht wirklich geschafft. Da müssen wir uns in die Pflicht nehmen und zusehen, dass wir die jungen Spieler an die Hand nehmen und das Ruder gemeinsam herum reißen."

Linksverteidiger Noah Katterbach nahm am Dienstag wieder das Training auf. Abwehrspieler Jorge Meré fehlte aufgrund seiner Muskelverletzung weiterhin. Mit Abwehrspieler Robert Voloder und Stürmer Sebastian Müller trainierten zwei Spieler aus der U19 mit.

Frank Lußem