Bundesliga 2006/07, 26. Spieltag
15:52 - 21. Spielminute

Tor 1:0
Boakye
Linksschuss
Vorbereitung Klimowicz
Wolfsburg

15:57 - 26. Spielminute

Tor 2:0
Madlung
Kopfball
Vorbereitung Marcelinho
Wolfsburg

16:03 - 33. Spielminute

Gelbe Karte
Marcelinho
Wolfsburg

16:07 - 37. Spielminute

Gelbe Karte
Epalle
Bochum

16:14 - 44. Spielminute

Gelbe Karte
Quiroga
Wolfsburg

16:33 - 46. Spielminute

Spielerwechsel (Bochum)
Trojan
für Grote
Bochum

16:52 - 65. Spielminute

Gelbe Karte
Drsek
Bochum

16:54 - 66. Spielminute

Tor 2:1
Gekas
Rechtsschuss
Vorbereitung Trojan
Bochum

16:56 - 69. Spielminute

Spielerwechsel (Bochum)
van Hout
für Ilicevic
Bochum

16:58 - 70. Spielminute

Spielerwechsel (Wolfsburg)
H. Sarpei
für Boakye
Wolfsburg

17:10 - 82. Spielminute

Spielerwechsel (Bochum)
Fabio Junior
für Misimovic
Bochum

17:10 - 83. Spielminute

Tor 3:1
Marcelinho
Linksschuss
Vorbereitung Klimowicz
Wolfsburg

17:15 - 87. Spielminute

Spielerwechsel (Wolfsburg)
Hill
für Makiadi
Wolfsburg

WOB

BOC

Wolfsburg löst sich aus der Abstiegszone

Abgezockte Wölfe holen drei Punkte

Machte den Sack zu: Marcelinho

Machte den Sack für Wolfsburg endgültig zu: Marcelinho dpa

Nach dem 0:0 in Stuttgart sollte die Heimpartie gegen Bochum zum Befreiungsschlag der "Wölfe" gegen den Abstieg werden. Klaus Augenthaler ersetzte dafür den verletzten Santana durch Boakye. Doch auch der VfL witterte im Tabellenkeller noch einmal Morgenluft und wollte alles daran setzen, den Aufwärtstrend der letzten Woche, mit einem 2:0-Sieg gegen Dortmund, fortzusetzen. Mit Drsek und Ilicevic hatte VfL-Coach Marcel Koller zwei Neue für Maltritz und Bechmann in der Startelf.

Nur schleppend nahm das Spiel Fahrt auf. Beide Defensiv-Verbände standen sicher und die Teams taten sich beiderseits schwer im Spiel nach vorne. Erst in der 9. Minute kam es zum ersten Aufreger im Stadion, als Boakye Klimowicz vor dem Bochumer Tor in Szene setzte. Der Argentinier traf jedoch aus spitzem Winkel nur das Außennetz.

Damit war die Wolfsburger Herrlichkeit aber zunächst vorbei. Offensive Glanzpunkte setzte nur noch der VfL Bochum. Zunächst zwang Epalle Wolfsburgs Keeper Jentzsch mit einem Distanzschuss zu einer Glanzparade (11.), dann musste van der Leegte für seinen geschlagenen Torwart einen Meichelbeck-Kopfball von der Linie kratzen (12.). In der 19. Minute bediente Gekas Epalle mit einem direkten Zuspiel, doch der Schuss des Kameruners wurde zur sicheren Beute von Jentzsch.

Der 26. Spieltag

Angesichts der Bochumer Chancen fiel der Führungstreffer der "Wölfe" wie aus heiterem Himmel. Klimowicz hatte an der Strafraumgrenze viel Zeit und spielte den Ball überlegt per Steilpass auf den durchgestarteten Boakye. Der war frei durch, spielte noch Torhüter Drobny aus und schob unbedrängt ein (21.).

Bochum zeigte sich geschockt und der VfL Wolfsburg setzte sofort nach. Nach einer Marcelinho-Ecke in der 26. Minute war die Bochumer Abwehr nicht im Bilde und der aufgerückte Verteidiger Madlung kam frei zum Kopfball. Aus sechs Metern ließ er Drobny keine Abwehrmöglichkeit.

Nach der 2:0-Führung beruhigten die Wolfsburger die Partie, hatten aber auch wenig Mühe mit den jetzt harmlos wirkenden Bochumer Offensivkräften. Erst in der 40. Minute kam es noch einmal zu einem Aufreger: Hofland hatte am Ball vorbeigesäbelt und damit den Bochumer Ilicevic frei vor dem Tor in Ballbesitz gebracht. Der sofort aus seinem Tor gestürzte Jentzsch und Quiroga konnten gegen den nervenschwachen Kroaten jedoch mit vereinten Kräften retten, und damit den 2:0-Vorsprung in die Pause bringen.

Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit erwischte der VfL Bochum den besseren Start. Doch das Tor für die Bochumer wollte nicht fallen. Zunächst verpassten Epalle und Schröder eine Ilicevic-Flanke nur knapp (50.), dann kam endlich Gekas frei vor Jentzsch zum Schuss, beförderte den Ball aber weit über das Wolfsburger Tor.

Wolfsburg versuchte das Spiel zu kontrollieren und verlegte sich auf Konter. Da der Bochumer Offensive die Ideen auszugehen schienen, blieben Höhepunkte Mitte der zweiten Hälfte Mangelware. Einzig ein Distanzschuss von Marcelinho in der 65. Minute ließ ein Raunen durch das Stadion gehen.

Doch die "Wölfe" wurden unvorsichtig. Van der Heyden spielte unbedrängt den Ball Trojan in die Füße. Der überbrückte schnell das Mittelfeld und bediente von der rechten Seite Gekas, der sich aus sechs Metern die Chance zum Anschlusstreffer nicht nehmen ließ (66.).

Der Bochumer Treffer schien aber ein Weckruf für Wolfsburg zu sein. In der Folgezeit taten die Augenthaler-Schützlinge wieder mehr für das Spiel, ließen Bochum nicht mehr gefährlich in die Offensive kommen und entschieden in der 83. Minute das Spiel: Marcelinho setzte Klimowicz mit einem Steilpass ein. Der ließ an der Toraus-Linie Drsek schlecht aussehen und flankte vor das Tor. Dort unterlief Torhüter Drobny den Ball, den schließlich der durchgestartete Marcelinho aus wenigen Zentimetern über die Linie drückte.

Damit war das Spiel gelaufen. Routiniert brachte der VfL Wolfsburg den Vorsprung über die Zeit, während die desillusionierten Bochumer in den letzten sieben Minuten nicht mehr in der Lage waren, die Wolfsburger Defensive in Bedrängnis zu bringen.

Spieler des Spiels

Tom van der Leegte Mittelfeld

2
Spielnote

3,5
Tore und Karten

1:0 Boakye (21', Linksschuss, Klimowicz)

2:0 Madlung (26', Kopfball, Marcelinho)

2:1 Gekas (66', Rechtsschuss, Trojan)

3:1 Marcelinho (83', Linksschuss, Klimowicz)

Wolfsburg

Jentzsch 3 - Quiroga 4 , Madlung 3 , Hofland 4, Van der Heyden 5 - van der Leegte 2, Makiadi 4 , Krzynowek 5, Marcelinho 2,5 - Boakye 3 , Klimowicz 2,5

Bochum

Drobný 3,5 - O. Schröder 3,5, Drsek 5 , Yahia 4,5, Meichelbeck 4,5 - Zdebel 3, Ilicevic 4 , Misimovic 4 , Grote 4 - Epalle 4 , Gekas 3

Schiedsrichter-Team

Dr. Markus Merk Otterbach

4
Spielinfo

Stadion

Volkswagen-Arena

Zuschauer

15.743

Mit diesem Sieg verabschiedet sich der VfL Wolfsburg zunächst einmal von der direkten Abstiegszone und hat einen fünf-Punkte-Puffer zum sechzehnten Platz. Damit kann Klaus Augenthaler dem Spiel beim HSV am 27. Spieltag relativ gelöst entgegensehen. Bochum rutscht dagegen auf den 16. Platz ab und muss übernächstes Wochenende im Heimspiel gegen Hannover unbedingt punkten, um nicht entscheidend an Boden im Kampf gegen den Abstieg zu verlieren.