Bundesliga 2006/07, 25. Spieltag
17:10 - 7. Spielminute

Tor 1:0
Podolski
Linksschuss
Vorbereitung van Bommel
Bayern

18:05 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
C. Schulz
für Jensen
Bremen

18:05 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Makaay
für Pizarro
Bayern

18:17 - 59. Spielminute

Gelbe Karte
Fritz
Bremen

18:20 - 61. Spielminute

Spielerwechsel
Rosenberg
für Vranjes
Bremen

18:26 - 66. Spielminute

Tor 1:1
Rosenberg
Kopfball
Vorbereitung Hugo Almeida
Bremen

18:27 - 69. Spielminute

Gelbe Karte
Wome
Bremen

18:27 - 69. Spielminute

Gelbe Karte
Sagnol
Bayern

18:32 - 73. Spielminute

Spielerwechsel
Demichelis
für van Buyten
Bayern

18:39 - 80. Spielminute

Spielerwechsel
Owomoyela
für Hugo Almeida
Bremen

18:41 - 82. Spielminute

Spielerwechsel
Santa Cruz
für Schweinsteiger
Bayern

FCB

BRE

Schweinsteiger scheitert zweimal am Aluminium

Rosenberg bestraft den FCB

Pierre Womé gegen Mark van Bommel

Voller Einsatz: Bremens Pierre Womé gegen Bayerns Mark van Bommel. dpa

Bayern-Coach Ottmar Hitzfeld wartete im Vergleich zum 2:1 gegen Real Madrid mit einer Überraschung auf: Roy Makaay saß nur auf der Bank, dafür durfte Claudio Pizarro gegen seinen Ex-Klub stürmen. Ansonsten begann das Personal, das in der Champions League gegen die "Königlichen" zu überzeugen wusste.

Werder Bremen musste bereits vor dem Anpfiff einen herben Verlust verdauen: Nationalstürmer Miroslav Klose konnte wegen Rückenbeschwerden nicht spielen, den Angriff bildeten so Aaron Hunt und Hugo Almeida. Immerhin wurde Torsten Frings, der von Oberschenkelproblemen geplagt wird, rechtzeitig fit. So blieb es im Vergleich zum 1:0-Sieg bei Celta Vigo im UEFA-Cup bei einem personellen Wechsel.

Von Beginn an war den Bayern das wieder gewonnene Selbstvertrauen nach dem Sieg über Real anzumerken. Dynamisch und aggressiv ging der Rekordmeister in die Partie und überraschte durch den forschen Auftritt die Hanseaten. Das Hitzfeld-Team legte nicht nur eine hohe Einsatz- und Laufbereitschaft an den Tag, sondern zeigte sich auch im spielerischen Bereich deutlich verbessert.

Symptomatisch dafür die Führung in der 7. Minute: Schweinsteiger schickte mit einem klasse Pass van Bommel auf der linken Seite steil. Der Niederländer drang in den Strafraum ein und legte quer auf Podolski, der freistehend nur noch einzuschieben brauchte.

Der 25. Spieltag

Auch in der Folgezeit blieben die Bayern am Drücker und ließen den Bremern kaum Zeit zu verschnaufen. Die Werderaner produzierten zu viele Fehler im Spielaufbau und konnten so die Partie kaum beruhigen. Lediglich Keeper Wiese sowie der Glückgöttin Fortuna war es zu verdanken, dass die Führung für die Bayern vor der Pause nicht noch höher ausfiel.

So rettete Wiese mit klasse Reflexen gegen Hargreaves (18.) und Podolski (20., 34.). Gegen Schweinsteiger wäre aber auch er machtlos gewesen, doch sowohl ein Kopfball (21.) als auch ein direkter Freistoß (28.) des spielfreudigen Nationalspielers landeten am Aluminium. Bremen schaffte es erst gegen Ende der ersten Halbzeit, sich Luft zu verschaffen. Und Hunt hatte in der 42. Minute nach spektakulärer Vorarbeit per Hackentrick durch Almeida sogar die Möglichkeit zum Ausgleich, doch der U-21-Nationalspieler verzog. So ging es mit dem 1:0 in die Kabinen - angesichts des Chancenverhältnisses eigentlich für die Bayern zu wenig.

Lukas Podolski

Lukas Podolski jubelt über sein zwischenzeitliches 1:0. dpa

Beide Teams begannen den zweiten Abschnitt mit jeweils einem neuen Spieler: Bei den Bayern ersetzte Roy Makaay Pizarro im Sturm, Bremen kam mit Christian Schulz für Jensen. Werder kam konzentrierter aus der Kabine und setzte eigene Akzente, allerdings ohne Oliver Kahn im Bayern-Tor vor Probleme zu stellen.

Die erste Chance in Hälfte zwei gehörte so wieder den Bayern. Lucio passte nach einem seiner dynamischen Vorstöße auf Podolski. Der Nationalstürmer hatte freie Bahn, scheiterte aber erneut am glänzend reagierenden Wiese (56.).

Dennoch, die Partie war nun ausgeglichen, Bremen stand wesentlich sicherer in der Defensive und konnte sich auch in der Offensive mehr und mehr in Szene setzten. Nach einer Stunde Spielzeit schickte Schaaf mit Markus Rosenberg eine zusätzliche Offensivkraft auf das Feld, der eher defensiv orientierte Vranjes musste weichen. Werder erarbeitete sich mehr und mehr Spielanteile, Bayern setzte nun mehr auf Konter.

Und in der 66. Minute ernteten die Hanseaten die Früchte ihres höheren Engagements. Nach einem langen Ball von Frings aus der eigenen Hälfte entwischte Almeida van Buyten und Lucio. Der Portugiese überlupfte auch noch Kahn, der aus seinem Tor herauseilte. Noch vor der Torlinie drückte Rosenberg den Ball mit dem Kopf über die Linie.

Die Begegnung lebte nun von der Spannung. Allerdings erreichte die Partie nicht mehr das Niveau des ersten Durchgangs. Aufkommende Hektik und etliche Nickeligkeiten führten zu vielen Unterbrechungen, so dass kaum mehr Spielfluss aufkam.

Und die Bayern drückten dann wieder auf das Siegtor. Die größte Möglichkeit vergab Salihamidzic, der freistehend aus sieben Metern den Ball knapp am linken Pfosten vorbei schob (71.). Und auch Podolski konnte eine Lucio-Vorarbeit in der 79. Minute nicht nutzen. So blieb es am Ende beim 1:1, wodurch sich keine Veränderungen an der Tabellenspitze ergeben, da das Spitzenquartett komplett Remis spielte.

Am kommenden Samstag müssen die Bayern bei Eintracht Frankfurt antreten. Werder Bremen ist in der kommenden Woche gar zweimal gefordert: Am Mittwoch steht UEFA-Cup-Rückspiel gegen Celta Vigo (20.45 Uhr) auf dem Programm, danach gastiert am Sonntag der 1. FSV Mainz 05 im Weserstadion.