Bundesliga 2006/07, 24. Spieltag
16:01 - 30. Spielminute

Tor 0:1
Salihamidzic
Rechtsschuss
Vorbereitung Podolski
Bayern

16:03 - 31. Spielminute

Tor 0:2
Podolski
Linksschuss
Vorbereitung Salihamidzic
Bayern

16:09 - 38. Spielminute

Gelbe Karte
Pantelic
Hertha

16:54 - 58. Spielminute

Spielerwechsel
Schweinsteiger
für Görlitz
Bayern

16:47 - 58. Spielminute

Tor 1:2
Gimenez
Kopfball
Vorbereitung Ebert
Hertha

16:48 - 59. Spielminute

Spielerwechsel
Fathi
für J. Boateng
Hertha

16:54 - 66. Spielminute

Spielerwechsel
Demichelis
für Hargreaves
Bayern

16:56 - 68. Spielminute

Tor 1:3
Makaay
Rechtsschuss
Vorbereitung Podolski
Bayern

17:01 - 73. Spielminute

Spielerwechsel
Pizarro
für Makaay
Bayern

17:07 - 79. Spielminute

Gelbe Karte
Demichelis
Bayern

17:08 - 81. Spielminute

Spielerwechsel
Ede
für Dárdai
Hertha

17:10 - 82. Spielminute

Tor 2:3
van Burik
Linksschuss
Vorbereitung Simunic
Hertha

17:15 - 86. Spielminute

Spielerwechsel
Schorch
für Mineiro
Hertha

17:17 - 89. Spielminute

Gelbe Karte
Fathi
Hertha

17:20 - 90. + 2 Spielminute

Gelb-Rote Karte
Simunic
Hertha

BSC

FCB

Greift der Meister doch noch ins Titelrennen ein?

Podolski trifft und bereitet vor

Pal Dardai hat gegen Lucio das Nachsehen.

Sinnbild der Partie: Pal Dardai hat gegen Lucio das Nachsehen. dpa

Hertha-Coach Falko Götz veränderte seine Startelf im Vergleich zum 0:2 beim VfB Stuttgart im DFB-Pokal auf drei Positionen: Jerome Boateng spielte für Fathi, für Dejagah (Gelb-Rot-Sperre) und Andreas Schmidt kamen Mineiro und Gimenez neu ins Team. Ebenfalls drei Personalwechsel nahm Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld nach dem 2:1-Sieg in der Liga gegen Wolfsburg vor: Nach abgelaufener Gelbsperre rückte Sagnol wieder in die Anfangsformation, genau wie der gegen die "Wölfe" wegen Krankheit fehlende van Buyten. Lell und Schweinsteiger nahmen ebenso auf der Bank Platz wie der angeschlagene Pizarro, für den Makaay vorne wirbeln sollte.

Bei strömendem Regen agierten beide Mannschaften in der Anfangsphase sehr nervös. Viele Fehlpässe auf beiden Seiten prägten zunächst das Geschehen, das sich zunächst fast ausschließlich im Mittelfeld abspielte. Die erste Halbchance durch Gimenez' Kopfball (11.) war der Höhepunkt der ersten halben Stunde, in der ansonsten die Abwehrreihen dominierten und die gegnerischen Spitzen nahezu zur Wirkungslosigkeit verurteilten. Langeweile machte sich in einer äußerst mäßigen Begegnung breit, weil sich die beiden Kontrahenten gegenseitig belauerten und auf einen Fehler des Rivalen warteten.

Und den machte die "Alte Dame", und zwar binnen 60 Sekunden gleich zweimal: Sagnols Ecke flog am Fünfmeterraum auf den Kopf von Podolski, der Fiedler zu einer Glanztat zwang. Den Abpraller spitzelte Salihamidzic aus kürzester Distanz über die Linie (30.). Und vom Anspiel weg revanchierte sich der Bosnier für die Vorarbeit seines Teamkollegen: Salihamidzic schnappte sich nach einem Fehler der Hertha im Mittelfeld den Ball und lupfte in die Spitze zu Podolski. Der Nationalstürmer nahm die Kugel volley und hämmerte sie aus 14 Metern ins rechte untere Eck (31.).

Die Götz-Elf war frustriert und suchte bis zur Pause vergebens ihren Rythmus. Foulspiele durch Simunic und Pantelic wurden von Referee Fandel mit dem Gelben Karton quittiert - für den Torjäger mit sofortigen Folgen, er fehlt beim nächsten Spiel in Gladbach.

Der 24. Spieltag

Mit deutlich mehr Engagement kamen die Hauptstädter aus der Kabine, gingen nun aggressiver in den Zweikämpfen zu Werke und drückten den Rekordmeister in deren Hälfte. Echte Chancen allerdings blieben aus, weil die Deckung der Gäste zunächst gut stand und bei drohenden brenzligen Situationen meist den Überblick behielt. Entlastung freilich gab es für die Hitzfeld-Schützlinge nurmehr selten, und der UEFA-Cup-Aspirant wurde schließlich für seine verstärkten Bemühungen belohnt: Eberts Linksflanke flog, von Hargreaves per Kopf noch leicht abgefälscht, hoch an den Fünfmeterraum, wo Gimenez den Ball mit der Stirn ins rechte untere Eck drückte (58.).

Und der Sturmlauf der Berliner ging weiter, weil der Doublegewinner der letzten beiden Jahre kein vernünftiges Aufbauspiel mehr zustandebrachte und schon im Mittelfeld früh den Ball verlor. Die Götz-Elf konnte aber aus ihrer Überlegenheit kein weiteres Kapital schlagen, und ein Geistesblitz von Podolski stellte den alten Abstand wieder her: Etwas glücklich kam der ehemalige Kölner kurz nach der Mittellinie an den Ball und erfasste mit einem Steilpass auf Makaay die Situation am schnellsten. Der Niederländer enteilte Friedrich und schloss dann konzentriert aus 16 Metern flach ins linke untere Eck ab (68.).

Makaay jubelt nach seinem Tor zum 3:1

Saisontor Nummer 12: Roy Makaay nach dem 3:1. dpa

Die Begegnung schien entschieden, weil Hertha bei seinem Sturmlauf viel Kraft gelassen hatte und ausgelaugt schien. Doch ein Fehler van Buytens - der Belgier unterlief Simunics Flankenball - brachte die Götz-Elf noch einmal heran: Der Abwehrchef schoss aus zehn Metern flach ins rechte Eck ein (82.).

Mit dem Mute der Verzweiflung warfen die Hausherren alles nach vorne und eröffneten den Bayern einige Konterchancen. Die beste vergab der eingewechselte Pizarro allein vor Fiedler (85.). Simunic holte sich dann mit einem unüberlegten Foul an Schweinsteiger an der Außenlinie in der Nachspielzeit die Ampelkarte ab.

Am kommenden Samstag muss Berlin in Mönchengladbach punkten, um im UEFA-Cup-Rennen zu bleiben. Fehlen werden allerdings dabei die allesamt gesperrten Fathi, Pantelic und Simunic. Bayerns Generalprobe für den Champions-League-Knaller am Mittwoch gegen Real Madrid gelang - auch Platz eins ist durch Schalkes Niederlage wieder im Blickfeld.