Stadtderby könnte extrem teuer werden

Rekordstrafen für Hamburger SV und FC St. Pauli?

Teure Pyrotechnik: Das Stadtderby zwischen dem FC St. Pauli und dem HSV musste unterbrochen werden.

Teure Pyrotechnik: Das Stadtderby zwischen dem FC St. Pauli und dem HSV musste unterbrochen werden. imago images

Dem FC St. Pauli und dem Hamburger SV drohen nach den Vorkommnissen beim Zweitliga-Stadtduell im September empfindliche Geldstrafen. Der Kontrollausschuss hat gegen den HSV eine Geldstrafe in Höhe von 250.000 Euro beantragt, der FC St. Pauli soll 180.000 Euro bezahlen. "Bild" hatte zuerst über eine mögliche Rekord-Geldstrafe für die hanseatischen Vereine berichtet.

Es wären die höchsten bisher verhängten Geldstrafen im deutschen Fußball. Erst Anfang Oktober war der 1. FSV Mainz 05 zu einer Rekordstrafe von 166.000 Euro verdonnert worden, nachdem Anhänger der Rheinhessen im brisanten Pokalduell zwischen Kaiserslautern und Mainz Pyrotechnik gezündet hatten.

Die aktuellen Strafanträge seien den beiden Vereinen zugestellt worden, teilte der DFB mit. Der FC St. Pauli und der HSV "können nun innerhalb einer gestellten Frist darüber entscheiden, ob sie dem jeweiligen Strafantrag zustimmen oder nicht", heißt es. Sollten die Vereine zustimmen, sind die Urteile durch das DFB-Sportgericht rechtskräftig. Sprechen sich der Kiezklub und der HSV gegen ihren Strafantrag aus, wird dieser dem Sportgericht zur Entscheidung vorgelegt.

Beim 2:0-Heimsieg des FC St. Pauli am 16. September hatte Schiedsrichter Sven Jablonski das Spiel unterbrochen, als Fans beider Teams Feuerwerk und Leuchtfackeln zündeten. Schon das Derby im März in der vergangenen Saison hatte wegen Rauchschwaden und Raketen auf den Rängen mehrmals unterbrochen werden müssen. Das Spiel am Millerntor endete 4:0 für den HSV. Damals hatte das DFB-Gericht dem HSV eine Strafe von 150 000 Euro auferlegt. St. Pauli musste 100 000 Euro zahlen.

mas/dpa