Bundesliga 2006/07, 22. Spieltag
15:50 - 21. Spielminute

Gelbe Karte
Laas
HSV

16:12 - 42. Spielminute

Tor 0:1
van der Vaart
Foulelfmeter,
Linksschuss
Vorbereitung Jarolim
HSV

16:32 - 46. Spielminute

Spielerwechsel (Bremen)
Hunt
für Vranjes
Bremen

16:36 - 49. Spielminute

Gelbe Karte
Jensen
Bremen

16:49 - 63. Spielminute

Spielerwechsel (Bremen)
Hugo Almeida
für Rosenberg
Bremen

16:54 - 67. Spielminute

Spielerwechsel (HSV)
Sanogo
für Olic
HSV

16:55 - 69. Spielminute

Gelbe Karte
Diego
Bremen

16:55 - 69. Spielminute

Gelbe Karte
Mahdavikia
HSV

17:03 - 76. Spielminute

Spielerwechsel (Bremen)
Niemeyer
für Fritz
Bremen

17:03 - 77. Spielminute

Gelbe Karte
Jarolim
HSV

17:09 - 82. Spielminute

Spielerwechsel (HSV)
de Jong
für Laas
HSV

17:15 - 87. Spielminute

Tor 0:2
van der Vaart
Linksschuss
Vorbereitung de Jong
HSV

17:21 - 90. + 3 Spielminute

Gelbe Karte
Mertesacker
Bremen

BRE

HSV

Bundesliga

Van der Vaart ohne Nerven

HSV dämpft Bremer Meisterschaftshoffnungen

Van der Vaart ohne Nerven

Nationalstürmer Klose (re.) gegen HSV-Innenverteidiger Mathijsen

Nationalstürmer Klose (re.) war bei HSV-Innenverteidiger Mathijsen meist in guter Obhut. dpa

Nach dem 3:0-Sieg gegen Ajax Amsterdam im UEFA-Cup nahm Werder-Coach Thomas Schaaf zwei Änderung vor und brachte Schulz anstelle des Gelb-gesperrten Womé sowie ganz vorne Rosenberg für Hunt. Auf Seiten des Nord-Rivalen stand nach dem 3:0 gegen Dortmund de Jong nach abgelaufener Gelb-Sperre wieder im Kader. Trainer Huub Stevens vertraute aber zunächst derselben Startformation.

Schon in der ersten Viertelstunde wurde die Rollenverteilung im Nord-Derby klar: Bremen bestimmte das Spiel, Hamburg stand defensiv kompakt und lauerte auf Konter. Aus den resultierenden optischen Vorteilen konnte Werder kein Kapital schlagen, außer einem frühen Warnschuss von Klose (2.) ergaben sich zunächst keinerlei Chancen, weil die Angriffe zu durchsichtig angelegt waren.

Hamburg fand im Vorwärtsgang kaum statt, früh verloren die Gäste den oftmals leicht eroberten Ball beim Versuch, einen Gegenangriff zu starten. Bei Werder wiederum ging es zu selten über die Außen, und selbst wenn Schulz und Fritz versuchten zusätzlich anzuschieben, war das Durchsetzungsvermögen auf den Flügeln unzureichend. Die Hauptlast lag so auf dem Mittelfeld-Duo Diego-Frings, das sich zwar mühte, einer unansehnlichen Partie aber auch nicht ihren Stempel aufdrücken konnte.

Fehlpässe und Unzulänglichkeiten hüben wie drüben prägten so eine ganz schwache erste Halbzeit ohne Höhepunkte - bis kurz vor der Pause, als die Schaaf-Schützlinge sich im gegnerischen Strafraum festsetzten und die ansonsten gut stehende Deckung der Gäste ins Wanken geriet. Diego aber konnte daraus keinen Nutzen ziehen (39.). Die Stevens-Elf ging dann nach einem der seltenen Angriffe kurz vor dem Pausenpfiff überraschend in Führung: Mahdavikias Hereingabe von rechts flog in den Strafraum, wo Jarolim einen Tick früher am Ball war als Jensen und vom Dänen zu Fall gebracht wurde - Elfmeter! Van der Vaart verwandelte ganz sicher zum 1:0 für den Abstiegskandidaten (42.).

Van der Vaart versetzt Werder-Keeper Wiese vom Punkt

0:1 - Van der Vaart versetzt Werder-Keeper Wiese vom Punkt. dpa

Der 22. Spieltag

Mit Stürmer Hunt für Mittelfeldmann Vranjes stärkte Werder-Coach Schaaf seine Offensive, die sich nur selten hatte durchsetzen können. Es folgte ein einziges Anrennen des Hausherren, der HSV konnte sich nun kaum mehr aus der Abwehr lösen. Tormöglichkeiten blieben dennoch Mangelware, weil sich Bremen im Angriff weiterhin statisch und ohne Esprit zeigte. Diegos Drehschuss war nach einer Stunde das nicht zählbare Ergebnis der Dauerbelagerung des Gäste-Strafraums (55.).

Almeida kam dann für den blassen Rosenberg (63.) - doch aus dem Spiel heraus gelang der Heimelf nach wie vor wenig. Nur nach Standards ergaben sich Gelegenheiten. Beispielsweise als Reinhardt nach einem Frings-Freistoß vor dem einschussbereiten Mertesacker zur Ecke rettete (64.), und wenig später, als Klose erneut nach Vorlage von Frings Zentimeter links vorbeinickte (66.).

Nach gut 70 Minuten konnten sich van der Vaart & Co. befreien, und der Regisseur selbst vergab nach eigener Hackenvorlage frei vor Wiese einen Hochkaräter zur eventuellen Vorentscheidung (71.). Wenig später Glück für die Grün-Weißen, als einem einwandfreien Kopfballtor von Sorin wegen vermeintlichem Abseits die Anerkennung versagt wurde (74.). Und auch die nächste Szene gehörte dem Argentinier, als Wiese seinen 18-Meter-Schuss nach einem Konter zur Ecke lenkte (79.).

Nichts Zählbares entsprang dann dem müden Endspurt der Hausherren, vereinzelt war deren Resignation spürbar. Vielmehr erwies sich van der Vaart nach einem Befreiungsschlag von de Jong im Zweikampf cleverer als der eingewechselte Niemeyer, behielt allein vor Wiese die Nerven und stellte den Sieg seiner Elf endgültig sicher (87.).

Spieler des Spiels

Rafael van der Vaart Mittelfeld

2
Spielnote

4
Tore und Karten

0:1 van der Vaart (42', Foulelfmeter, Linksschuss, Jarolim)

0:2 van der Vaart (87', Linksschuss, de Jong)

Bremen

Wiese 3 - Fritz 5 , Mertesacker 2 , Naldo 4, C. Schulz 4 - Vranjes 4,5 , Frings 2,5, Jensen 4,5 , Diego 3,5 - Klose 4, Rosenberg 5

HSV

Rost 3 - Benjamin 4, Reinhardt 3, Mathijsen 2, Atouba 3 - Mahdavikia 4,5 , Jarolim 3 , Laas 4 , Sorin 4, van der Vaart 2 - Olic 5

Schiedsrichter-Team

Knut Kircher Rottenburg

3
Spielinfo

Stadion

Weser-Stadion

Zuschauer

42.100 (ausverkauft)

Bremen tritt am kommenden Donnerstag zum Rückspiel gegen Ajax in Amsterdam an, bevor in der Liga dann am Sonntag die Aufgabe in Gladbach ansteht. Der HSV versucht am Samstag gegen Frankfurt den Weg aus dem Keller fortzusetzen.