Bundesliga 2006/07, 20. Spieltag
15:41 - 8. Spielminute

Gelbe Karte
de Jong
HSV

15:42 - 9. Spielminute

Foulelfmeter
Pantelic
verschossen
Hertha

15:54 - 21. Spielminute

Gelbe Karte
Friedrich
Hertha

15:56 - 23. Spielminute

Gelbe Karte
van Burik
Hertha

15:58 - 25. Spielminute

Gelbe Karte
Jarolim
HSV

16:03 - 30. Spielminute

Gelbe Karte
Sanogo
HSV

16:06 - 33. Spielminute

Tor 0:1
Laas
Linksschuss
Vorbereitung Olic
HSV

16:52 - 62. Spielminute

Spielerwechsel (HSV)
Berisha
für Olic
HSV

16:59 - 69. Spielminute

Spielerwechsel (Hertha)
Mineiro
für Fathi
Hertha

17:04 - 74. Spielminute

Spielerwechsel (HSV)
Klingbeil
für Jarolim
HSV

17:05 - 76. Spielminute

Spielerwechsel (Hertha)
Ede
für Dejagah
Hertha

17:08 - 78. Spielminute

Tor 1:1
Friedrich
Kopfball
Vorbereitung Gilberto
Hertha

17:11 - 81. Spielminute

Spielerwechsel (HSV)
Sorin
für van der Vaart
HSV

17:14 - 84. Spielminute

Gelbe Karte
Gilberto
Hertha

17:18 - 87. Spielminute

Spielerwechsel (Hertha)
C. Müller
für Bastürk
Hertha

17:23 - 90. + 2 Spielminute

Tor 2:1
Mineiro
Rechtsschuss
Vorbereitung Gilberto
Hertha

BSC

HSV

Bundesliga

Mineiro trifft beim Debüt

Hertha baut Heimserie aus

Mineiro trifft beim Debüt

HSV-Abwehrrecke Reinhardt gegen Hertha-Angreifer Gimenez

Trotz geschlossener Augen behielt HSV-Abwehrrecke Reinhardt gegen Gimenez meist den Durchblick. dpa

Nach dem 0:5-Debakel in Hannover konnte Herthas Coach Falko Götz wieder auf seinen etatmäßigen Keeper Fiedler zurückgreifen, der seinen Muskelfaserriss im Oberschenkel auskuriert hatte und Ellegaard auf die Bank verdrängte. Auch van Burik stand nach abgesessener Gelb-Sperre wieder zur Verfügung und rückte für Andreas Schmidt in die Startelf. Die Ära Thomas Doll endete in Hamburg nach dem 1:1 gegen Cottbus. Mit Huub Stevens, den die Hanseaten vom niederländischen Klub Roda Kerkrade loseisten, feierte in Berlin ein alter Bekannter die Rückkehr auf die Bundesliga-Bühne. Der ehemaliger Schalke- und Hertha-Coach stellte das Team auf zwei Positionen um: Für Sorin kam Kapitan van der Vaart nach abgelaufener Rot-Sperre, anstelle des Serben Ljuboja (Adduktorenprobleme) spielte Sanogo.

Aggressiv und offensiv begann der HSV im Olypmpiastadion - Hertha kam in den ersten Minuten kaum aus der eigenen Deckung heraus. Laas setzte eine Duftnote aus der Distanz (6.). Der erste "Aufenthalt" der Hausherren in des Gegners Hälfte sollte dann die große Chance zur Führung eröffnen: Nach Bastürks Freistoßflanke zerrte de Jong im Luftduell mit Pantelic - Elfmeter! Der Serbe selbst trat zur Ausführung an, doch Hamburgs Keeper Rost parierte den halbhoch ins linke Eck geschossenen Strafstoß (und damit seinen vierten in Folge!) mit Bravour (9.).

In der Folge stand taktische Disziplin, die in einem gleichverteilten Spiel beider Teams mündete, im Vordergrund. Zwar hatte die "Alte Dame" leichte optische Vorteile, konnte sich aber gegen den aufmerksamen Deckungsverbund der Gäste keine weiteren klaren Chancen erarbeiten. Die Stevens-Elf agierte zwingender: Laas wurde in letzter Sekunde von Friedrich und Keeper Fiedler am Einschuss gehindert - Sekunden danach die Riesenchance für Abwehrmann Reinhardt zur Führung, als der Routinier nach einer Kopfballvorlage Sanogos aus sieben Metern völlig frei zum Abschluss kam, dabei aber direkt Fiedler anvisierte (26.).

Laas trifft zur HSV-Führung

Da war noch alles in Ordnung: Laas trifft zur HSV-Führung. dpa

Die Hauptstädter agierten offensiv weiter einfallslos - Bastürk und Gilberto konnten das Zepter nicht so recht an sich reißen - und hinten nachlässig. Ein Doppelfehler von Fathi und Torhüter Fiedler brachte so die zu diesem Zeitpunkt nicht unverdiente Führung des Schlusslichts: Der Linksverteidiger verlor gegen Olic in Höhe des Strafraums den Ball. Der Kroate legte quer zu Laas, der aus 15 Metern mit links flach abzog. Den nicht eben scharfen Schuss ließ Berlins Nummer eins unter dem Bauch ins Netz rutschen (33.). Zwar intensivierten die Berliner vor der Pause ihre Angriffsbemühungen, doch richtig gefährlich wurden sie dabei nicht.

Der 20. Spieltag

Unverändert starteten beide Teams in die zweiten 45 Minuten. Der UEFA-Cup-Aspirant zeigte sich nun wesentlich engagierter als vor dem Wechsel, Hamburg kam kaum mehr aus der eigenen Hälfte. Dardai (52.) und van Burik (55.) hatten Halbchancen, der nun sichtlich aufblühende Bastürk scheiterte per direktem Freistoß an der Querlatte (57.). Nach einer guten Stunde ließ der Druck der Berliner wieder nach, die zu durchsichtigen Angriffe wurden von der konzentrierten HSV-Abwehr zunehmend leichter abgefangen. Die Hanseaten konnten gar zwischenzeitlich Entlastungsangriffe fahren, denen es freilich an klarer Linie fehlte.

Der brasilianische Neuzugang der Heimelf, Mineiro, feierte dann ab der 69. Minute sein Liga-Debüt. Er kam für Fathi, und mit Ede für Dejagah sollte der Offensive neues Leben eingehaucht werden. Eine Standardsituation brachte dann den verdienten Ausgleich, als Friedrich einen Gilberto-Freistoß aus elf Metern unhaltbar einnickte (78.).

Danach nahm die vorher mittelmäßige Partie deutlich Fahrt auf, beide Teams suchten mit offenem Visier die Entscheidung. Van der Vaart (81.), der eingewechselte Sorin und Mathijsen vergaben Großchancen für die Stevens-Elf (84.), auf der anderen Seite scheiterte Ede zwischenzeitlich nur knapp (83.), ehe Mineiro per Sonntagsschuss in der Nachspielzeit den glücklichen Siegtreffer für seinen neuen Klub erzielte: Der Brasilianer traf aus 25 Metern hoch ins rechte Eck.

Spieler des Spiels

Arne Friedrich Abwehr

2
Spielnote

3
Tore und Karten

0:1 Laas (33', Linksschuss, Olic)

1:1 Friedrich (78', Kopfball, Gilberto)

2:1 Mineiro (90' +2, Rechtsschuss, Gilberto)

Hertha

Fiedler 5 - J. Boateng 3, Friedrich 2 , van Burik 3 , Fathi 5 - Dárdai 3, Dejagah 4 , Gilberto 2,5 , Bastürk 4,5 - Pantelic 5, Gimenez 5

HSV

Rost 3 - Benjamin 4, Reinhardt 4, Mathijsen 5 , Atouba 3 - de Jong 4 , Jarolim 5 , Laas 3 , van der Vaart 5 - Sanogo 6 , Olic 5

Schiedsrichter-Team

Thorsten Kinhöfer Herne

2,5
Spielinfo

Stadion

Olympiastadion

Zuschauer

47.354

Hertha hat am kommenden Samstag in Schalke eine schwere Auswärtsprüfung zu bestehen, während der HSV ebenfalls am Samstag gegen Dortmund einen erneuten Anlauf unternimmt, sich mit einem "Dreier" an die Nichtabstiegsränge heranzupirschen.