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NFL: MVP-Rufe für Lamar Jackson - Baltimore Ravens zerlegen LA Rams

NFL, Week 12: Baltimore erzielt fast nur Touchdowns

MVP-Rufe für Jackson: Ravens überrollen ratlose Rams

Lamar Jackson

Warf erneut fünf Touchdown-Pässe: Ravens-Quarterback Lamar Jackson. imago images

Touchdown, Touchdown, Touchdown, Touchdown, Touchdown, Touchdown: Das war die Zusammenfassung der ersten sechs Ravens-Drives am Montagabend in Los Angeles. Das mit Spannung erwartete Topspiel beim amtierenden NFC-Champion wurde eine einzige Vorführung für Sean McVay, Jared Goff & Co. Die Rams hatten einem spielfreudigen und hungrigen Team aus Baltimore zu keinem Zeitpunkt etwas entgegenzusetzen.

Stattdessen spielte Lamar Jackson wie schon seit Beginn dieser Saison völlig befreit auf, brachte seine Pässe an den Mann und war auch als Läufer wieder mal nicht zu fangen. Der 22-Jährige beendete seinen Arbeitstag (übrigens schon weit vor Spielschluss, er wurde ja gar nicht mehr gebraucht) mit 169 Passing-Yards, fünf Touchdown-Pässen und 95 Rushing-Yards. Es waren seine Touchdown-Pässe 20 bis 24 in dieser Spielzeit, hinzu kommen sechs am Boden. "MVP" hallte es mehrmals durchs Memorial Coliseum in Los Angeles - und das nicht zu leise.

Neben Jacksons fünf Touchdown-Pässen, zwei an Rookie-Receiver Marquise Brown, zwei an Receiver Willie Snead, einen an Running Back Mark Ingram, kam Ingram zusätzlich auf einen Lauf in die Endzone. Auf der Gegenseite kam von der besten NFL-Offense der Vorsaison bis auf zwei Field Goals nichts, zur Halbzeit war das Spiel bereits mehr oder weniger entschieden. Rams-Quarterback Jared Goff wurde gleich zweimal intercepted, einmal ausgerechnet vom ehemaligen Teamkollegen Marcus Peters.

Im vierten Viertel durfte Ravens-Coach John Harbaugh seinen MVP-verdächtigen Quarterback genau wie in den vergangenen zwei Spielen in Cincinnati (49:13) und gegen Houston (41:7) frühzeitig schonen (ein Zeichen, dass vieles richtig läuft) und Backup Robert Griffin reinwerfen. Da passierte es im siebten Drive der Gäste auch, dass erstmals kein Touchdown, sondern "nur" ein Field Goal folgte - es war der 45:6-Endstand.

Baltimore bleibt mit einer 9:2-Bilanz das beste Team der AFC North vor den Pittsburgh Steelers (6:5) und Cleveland Browns (5:6) sowie das zweitbeste Team der Conference hinter den New England Patriots (10:1). Die Rams dagegen (6:5), der letztjährige Super-Bowl-Teilnehmer, drohen die Play-offs zu verpassen. Ein Division-Sieg in der NFC West hinter den San Francisco 49ers (10:1) und Seattle Seahawks (9:2) ist so gut wie ausgeschlossen.

mkr

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