2. Bundesliga

Kocak über Stenderas Pech: "Es passt zu unserem Tag"

Stendera kommt, trifft vermeintlich und fliegt

Kocak über Stenderas Pech: "Es passt zu unserem Tag"

Kenan Kocak

Erlebte ein denkwürdiges Debüt auf der Hannoveraner Trainerbank: Kenan Kocak. imago images

Der Reihe nach: Hannover 96 war in Spiel eins unter Kocak um zielgerichtetes Offensivspiel bemüht, aber hatte Pech: Durch ein Eigentor von Waldemar Anton geriet 96 früh in Rückstand. Auf den Ausgleich von Genki Haraguchi, antwortete Tobias Kempe mit einem Traumtor. Aprospos Traumtor, selbiges erzielte auch Stendera. Doch der Treffer des Ex-Frankfurters wurde nach einem Hinweis von Videoassistent Tobias Reichel annulliert. Unmittelbar vor dem Tor von Stendera hatte die Flanke von Genki Haraguchi den Rücken von Schiedsrichter Martin Thomsen touchiert. Da seit dieser Saison der Schiedsrichter "keine Luft" mehr ist, musste der Ausgleich zurückgenommen werden.

"Ich kannte die Regel nicht", sagte Kenan Kocak am "Sky-Mikrofon" nach der Partie. "Ich habe ein bisschen gebraucht und die Regel dann von der Bank erfahren - es passt zu unserem Tag", führte der neue Coach aus. Dass der Unglücksrabe zu allem Überfluss auch noch mit Gelb-Rot vom Platz flog, wollte der 38-Jährige nicht überbewerten: "Ich verstehe den Jungen: Er hat ein super Tor gemacht, das wird aberkannt und dann reagiert er etwas zu emotional - da muss er sich besser im Griff haben, aber wir wollen dem Jungen da keinen Vorwurf machen." Stendera sah nach dem aberkannten Treffer Gelb wegen Reklamierens und nur vier Minuten später Gelb-Rot, weil er aus Frust die Eckfahne umgetreten hatte.

"Daran müssen wir arbeiten"

Das Spiel selbst analysierte Kocak in wenigen Worten: "In der Anfangsphase hatten wir Probleme mit dem hohen Anlaufen von Darmstadt. Natürlich waren wir darauf auch vorbereitet und hätten uns besser aus den Pressingsituationen lösen müssen." Zudem befand der Trainer, dass man seiner Mannschaft die Verunsicherung angesehen habe, "daran müssen wir arbeiten" ergänzte er.

"Ich habe eine Mannschaft gesehen, die vor allem in der zweiten Hälfte eine gute Moral gezeigt und auf ein Tor gespielt hat. Heute war das Quäntchen Glück nicht auf unserer Seite", resümierte er. Gelegenheit dazu haben die Niedersachen am 30. November im Auswärtsspiel auf St. Pauli.

fob