Bundesliga 2006/07, 17. Spieltag
21:17 - 45. + 1 Spielminute

Tor 1:0
Gekas
Rechtsschuss
Bochum

21:43 - 56. Spielminute

Spielerwechsel
Neuville
für Delura
Gladbach

21:54 - 66. Spielminute

Spielerwechsel
Degen
für Kirch
Gladbach

22:11 - 83. Spielminute

Spielerwechsel
Bechmann
für Trojan
Bochum

22:12 - 84. Spielminute

Spielerwechsel
Kahe
für Helveg
Gladbach

22:14 - 85. Spielminute

Tor 2:0
Kahe
Eigentor, Kopfball
Vorbereitung Misimovic
Bochum

22:13 - 85. Spielminute

Gelbe Karte
Sonck
Gladbach

22:15 - 88. Spielminute

Spielerwechsel
Meichelbeck
für Misimovic
Bochum

22:18 - 90. Spielminute

Spielerwechsel
Auer
für Gekas
Bochum

BOC

BMG

Kahe besiegelt Gladbacher Niederlage mit Selbsttor

Gekas hebt Bochum aus der Abstiegszone

Nach Gekas' (li.) Geniestreich bedanken sich die Bochumer Spieler bei ihrem griechischen Torjäger.

Nach Gekas' (li.) Geniestreich bedanken sich die Bochumer Spieler bei ihrem griechischen Torjäger. dpa

Nach der unglücklichen 0:1-Niederlage in Stuttgart sah Bochums Trainer Marcel Koller keine Veranlassung, an seiner Startformation Änderungen vorzunehmen. Sein Pendant auf der Gladbacher Bank, Jupp Heynckes, veränderte seine Anfangself nach dem 1:1 gegen Mainz gleich auf vier Positionen. Für Svensson, Compper, Kluge und Kahe begannen Levels, Bögelund, Polanski und der Belgier Sonck.

Das Abstiegsduell zwischen dem VfL Bochum und den Gästen aus Mönchengladbach begann äußerst schwungvoll. Die Initiative ging zunächst von den Borussen aus, Delura hatte sich auf der rechten Seite durchgesetzt und scharf nach innen geflankt. Der Bochumer Keeper Skov-Jensen packte sicher vor dem einschussbereiten Sonck zu. Der Belgier stand auch bei der größten Chance für die Borussia in der ersten Halbzeit im Mittelpunkt. Nach einer Hereingabe von Kirch umkurvte er Skov-Jensen und versuchte es mit der Hacke. Maltritz stand aber goldrichtig und wehrte auf der Linie ab (6.).

Bochum arbeitete sich Stück für Stück in die Partie hinein und ging das hohe Anfangstempo der Gladbacher mit. Nach einer guten Viertelstunde übernahm dann die Heimmannschaft die Spielkontrolle und kam zwangsläufig zu guten Möglichkeiten, die jedoch alle ungenutzt blieben. Während Thijs gerade behandelt werden musste, rettete Polanski vor dem lauernden Gekas (19.), Trojan verpasste knapp mit einem Distanzschuss (26.). Aus 16 Metern zog Dabrowski nach einer schönen Kopfballauflage von Gekas ab, schoss aber über den Querbalken von Kellers Tor.

Der 17. Spieltag

Gladbach gelang es nur partiell, sich aus der Bochumer Umklammerung zu lösen. Einen schönen Konter vergab Insua leichtfertig, als er selber den Abschluss suchte, anstatt den Ball an die mitgelaufenen Mitspieler abzugeben (40.).

Als alle Welt sich bereits gedanklich in die Halbzeitpause verabschiedet hatte, wartete der junge Gladbacher Innenverteidiger Levels noch mit einem katastrophalem Fehlpass auf, der statt einen Mitspieler zu erreichen direkt den Weg zu Bochums griechischem Goalgetter Gekas fand. Dieser ließ sich nicht lange bitten und hob den Ball spektakulär über den weit vor seinem Tor stehenden Keller hinweg zur Pausenführung in die Maschen (45. +1).

Zur zweiten Halbzeit traten beide Teams unverändert an. Und sofort stand wieder Gekas im Mittelpunkt. Am linken Flügel versetzte er Helveg und Levels, zog nach innen und versuchte Delura gefühlvoll zu bedienen. Ze Antonio hatte aufgepasst und köpfte dazwischen, aber genau auf den Griechen, der seinen Kopfball nur knapp neben den linken Pfosten setzte.

Gladbachs Torwart Keller liegt mit seinem Team am Boden

Symptomatisch für die Borussia: Gladbachs Torwart Keller liegt mit seinem Team am Boden. dpa

Im Anschluss ergab sich das gleiche Bild wie gegen Ende der ersten Hälfte. Bochum drückte, machte die Räume für die Gladbacher sehr eng und spielte mit Elan auf den zweiten Treffer. Der VfL störte früh, kam aber nicht mehr zu nennenswerten Chancen.

Gladbachs Trainer Jupp Heynckes reagierte auf die Bochumer Überlegenheit mit der Einwechslung von Kapitän und Nationalspieler Neuville (56.). Und prompt musste sich Skov-Jensen wieder beweisen. Insuas Schlenzer aus zehn Metern ins linke untere Eck fischte der Bochumer Torwart bravourös heraus (60.).

Der VfL zog sich nun etwas zurück und ließ den Borussen etwas mehr Raum. Trotz aller Bemühungen gelang es Gladbach nicht, weiter für Gefahr vor dem Bochumer Tor zu sorgen. Auch der ins Spiel genommene Degen konnte keine Impulse mehr setzen. Der VfL dagegen blieb gefährlich. Drsek vergab nach einem Freistoß von Misimovic und einer Verlängerung von Maltritz aus kurzer Distanz (67.).

Die Hausherren beherrschten souverän eine Borussia, die vor allem in der zweiten Halbzeit nie den Anspruch eines Bundesligisten erfüllte. Zu allem Überfluss gelang dem gerade zuvor noch eingewechselten Kahe nach einem Misimovic-Freistoß per Selbsttor noch der Endstand (85.).

Der VfL Bochum kann nach dem Erfolg im Duell der Abstiegsaspiranten im Pokal am Dienstag gegen den VfB Stuttgart nachlegen. Die Gladbacher können die Winterpause nutzen, um gegen Cottbus in der Lausitz das Unternehmen Nichtabstieg in Angriff zu nehmen.