Europa League, 5. Spieltag

Die Ausgangslage für Wolfsburg, Gladbach und Frankfurt

VfL Wolfsburg, Borussia Mönchengladbach und Eintracht Frankfurt hoffen auch das Zwischenrunden-Ticket.

VfL Wolfsburg, Borussia Mönchengladbach und Eintracht Frankfurt hoffen auf das Zwischenrunden-Ticket. imago images

Gruppe I: Wolfsburg hat es selbst in der Hand

KAA Gent führt in der Gruppe I mit drei Zählern vor dem VfL Wolfsburg, der wiederum die zwei Punkte dahinter rangierenden St. Etienne und Oleksandrija im Nacken hat. Alles ist möglich für die Wölfe.
Der VfL hat am 4. Spieltag mit einem 1:3 gegen Gent seine gute Ausgangsposition verspielt, hält als Tabellenzweiter hinter den Belgiern dennoch alle Trümpfe selbst in der Hand - und könnte bei entsprechender Konstellation am Donnerstag bei Oleksandrija schon das Zwischenrunden-Ticket buchen. "Ich habe mir die Konstellation noch gar nicht angeschaut. Wichtig ist, dass wir aus dem Spiel die richtigen Schlüsse ziehen", hatte VfL-Trainer Oliver Glasner nach der Pleite gegen Gent erklärt. Die Konstellation ist einfach: Ein Sieg in der Ukraine, gleichzeitig kein Sieg von St. Etienne gegen Gent, und Wolfsburg wäre vorzeitig weiter. Auch bei einer Niederlage wäre der VfL noch nicht ausgeschieden. Die beiden noch sieglosen Teams von St. Etienne und Oleksandrija (beide 0/3/1) sind noch nicht aus dem Rennen, müssten aber beide Partien gewinnen, um weiterzukommen.
Wolfsburg-Gegner Oleksandrija hat in der Liga mit 1:0 gegen Sorja Luhansk gewonnen und ist seit sieben Pflichtspielen ungeschlagen, der VfL beendete seinen Negativlauf (sieben sieglose Pflichtspiele) mit einem 2:0 in Frankfurt.

Gruppe J: Mönchengladbach könnten drei Punkte reichen

Istanbul Basaksehir führt die Gruppe J mit sieben Punkten an, zwei Zähler dahinter lauern Borussia Mönchengladbach und die AS Rom. Der Wolfsberger AC hat vier Punkte auf dem Konto und auch noch alle Optionen. Gladbach benötigt noch vier Punkte, um sicher in der Zwischenrunde zu stehen.
Die Fohlen, mit einem 0:4 gegen Wolfsberg desaströs in die Europa League gestartet, haben sich mit zwei Unentschieden und dem Last-Minute-Sieg gegen die Roma eine gute Ausgangsposition verschafft. Vier Punkte aus den letzten beiden Spieltagen reichen aufgrund des direkten Vergleichs mit Rom für die nächste Runde, sollten die Italiener verlieren, würde mit einem Sieg in Wolfsberg bereits das Ticket gelöst.
Der Bundesliga-Tabellenführer musste am vergangenen Wochenende allerdings einen Rückschlag hinnehmen, bei Aufsteiger Union Berlin gab es ein 0:2. "Wir haben kein unglaublich schlechtes Spiel abgeliefert, weshalb uns diese Niederlage mit Sicherheit nicht zurückwirft", ist sich Mittelfeldspieler Christoph Kramer aber sicher. Gladbach-Kontrahent Wolfsberg hat sich nach zwei 0:3-Niederlagen (gegen Basaksehir und RB Salzburg) mit einem 4:1 in Mattersburg zurückgemeldet.

Gruppe F: Frankfurt muss in London punkten - oder hoffen

Der FC Arsenal führt die Gruppe F ungeschlagen mit zehn Punkten an, Standard Lüttich und Eintracht Frankfurt folgen mit sechs Zählern, Guimaraes konnte bislang nur ein Unentschieden erringen. Sollte Lüttich bei Vitoria Guimaraes punkten, muss Frankfurt dies in London auch, um das Weiterkommen in der eigenen Hand zu haben.
Bis zur 94. Minute in Lüttich stand Frankfurt schon mit einem Bein in der nächsten Runde, dann schlug Zinho Vanheusden zu und schoss Standard zum Sieg. Der direkte Vergleich ist ausgeglichen, die Tordifferenz auch, die Belgier liegen aufgrund der mehr geschossenen Tore vorne. Beide Teams müssen noch gegen Arsenal spielen, die Eintracht macht den Anfang.
"Dort hängen die Trauben sehr hoch", meinte Adi Hütter nach dem 0:2 gegen Wolfsburg in der Liga, der dennoch nach London fährt, "um etwas mitzunehmen". Der Eintracht-Trainer hofft dabei auf ein ähnliches Auftreten "wie gegen Bayern München (5:1, d. Red.), dann werden wir auch in London eine Chance haben". Zumal Arsenal derzeit außer Tritt ist und seit sechs Pflichtspielen sieglos (0/4/2). In der Liga gab es am vergangenen Wochenende ein 2:2 gegen Southampton, das Doppeltorschütze Lacazette in der sechsten Minute der Nachspielzeit rettete.

nik