Bundesliga

Hinrunden-Aus für Weiser

Rechtsverteidiger erleidet Bänderriss im Sprunggelenk

Hinrunden-Aus für Weiser

Mitchell Weiser muss behandelt werden

Mitchell Weiser wird in der Hinrunde nicht mehr zum Einsatz kommen. imago images

Es lief die 20. Spielminute, als sich Mitchell Weiser gegen den ihm enteilenden Christian Günter nah des rechten Strafraumecks nur noch mit einem Foul zu behelfen wusste. Der folgende Freistoß der Breisgauer blieb zwar ohne Folgen für Bayer 04 Leverkusen, doch das Foul hat schlimme Nachwirkungen für Weiser selbst.

Denn der rechte Außenbahnspieler knickte in dieser Szene mit dem rechten Sprunggelenk böse um, musste lange hinter der Torauslinie behandelt werden und schließlich in der 26. Minute für Kapitän Lars Bender ausgewechselt werden.

Nach dem Spiel war Weiser Sprunggelenk stark geschwollen, so dass schon am Sonntagvormittag klar war, dass Weiser für die Partie bei Lokomotive Moskau am Dienstag in der Champions League ausfallen würde. Doch die Untersuchung im Laufe des Sonntags ergab für Weiser eine niederschmetternde Diagnose: Bänderriss. Das Fußballjahr ist damit für den Rechtsfuß gelaufen.

Bosz muss nun auf Lars Bender setzen

So wird Lars Bender nicht nur am Dienstag in Moskau der einzige Spezialist sein, der Trainer Peter Bosz für die Position rechts in der Viererkette zur Verfügung steht. Vielmehr müssen Bosz und Bayer hoffen, dass der 30-Jährige, der zuletzt wiederholt mit muskulären Verletzungen zu kämpfen hatte, bis zur Winterpause keinen weiteren Rückschlag mehr erleidet.

Retsos ist seit einem Jahr ohne Spielpraxis

Bei noch sieben Pflichtspielen bis Weihnachten ein ohnehin schon sehr beanspruchendes Programm. Und die Verantwortlichen hätte es gerne gesehen, wenn sie den gerade zurückgekehrten Kapitän nicht alle Partien hätten reinjagen müssen, sondern ihm immer wieder kleine Pause in Form von Auswechslungen oder Nicht-Einsätzen hätten gönnen können. Dies ist nach Weiser bitterer Diagnose nun viel schwieriger möglich als zuvor. Als Rechtsverteidiger-Alternative ist nun nur noch der lange verletzte Defensiv-Allrounder Panagiotis Retsos, der aber über ein Jahr fast ohne jede Spielpraxis ist, sowie die Lösung mit einem Offensivspieler wie Rechtsaußen Karim Bellarabi denkbar. Es sei denn, Bosz stellt im Fall der Fälle wieder auf eine Dreierkette um.

Stephan von Nocks