2. Bundesliga 2006/07, 10. Spieltag
18:17 - 18. Spielminute

Gelbe Karte
D. Weiland
Braunschweig

18:44 - 45. Spielminute

Gelbe Karte
Tauer
Braunschweig

19:02 - 46. Spielminute

Spielerwechsel (Braunschweig)
L. Fuchs
für Holsing
Braunschweig

19:19 - 61. Spielminute

Tor 1:0
Mohamad
Kopfball
Vorbereitung Iashvili
Freiburg

19:24 - 67. Spielminute

Gelb-Rote Karte
Mohamad
Freiburg

19:29 - 72. Spielminute

Spielerwechsel (Freiburg)
Hansen
für Aogo
Freiburg

19:28 - 72. Spielminute

Spielerwechsel (Braunschweig)
Rische
für D. Weiland
Braunschweig

19:37 - 80. Spielminute

Spielerwechsel (Freiburg)
Khizaneishvili
für Pitroipa
Freiburg

19:40 - 84. Spielminute

Spielerwechsel (Freiburg)
Kruppke
für Sanou
Freiburg

19:43 - 86. Spielminute

Spielerwechsel (Braunschweig)
Kuru
für Lieberknecht
Braunschweig

19:48 - 90. Spielminute

Gelbe Karte
Walke
Freiburg

SCF

BRA

Freiburg mit drittem Sieg in Folge

Knapper Sieg in Unterzahl

Freiburger im Freudentaumel: Mohamed schießt das entscheidende Tor

Freiburger im Freudentaumel: Mohamed schießt das entscheidende Tor dpa

Freiburgs Trainer Volker Finke sah nach dem ersten Saison-Auswärtssieg seiner Mannschaft beim 1. FC Kaiserslautern (3:1) und dem zugleich zweiten Sieg in Serie keinen großen Veränderungsbedarf, brachte lediglich den wieder genesenen Georgier Iashvili in der Offensive für Matmour und Sanou für Ibertsberger.

Bei den Gästen aus Braunschweig, die zuletzt im eigenen Stadion Fürth (0:2) unterlagen, ließ Djuradj Vasic Verteidiger Husterer draußen und schenkte Grimm sein Vertrauen. Außerdem lief Weiland für Rische im Angriff auf.

Die Zuschauer sahen im badenova-Stadion eine Partie, die schon früh an Fahrt aufnahm. Freiburg versuchte schon zu Beginn, sein berühmtes Kurzpassspiel, scheiterte allerdings immer wieder an der gut postierten Abwehr der Eintracht. Diese wiederum versuchte, bei Ballgewinn schnelle Konter zu fahren, die jedoch unterbunden wurden, bevor es gefährlich für den Kasten von Walke werden konnte. Je mehr Zeit verging, desto aggressiver agierten die Niedersachsen. Der Freiburger Spielfluss litt unter dem Pressing der Vasic-Elf.

Es dauerte somit bis zur 28. Spielminute, ehe der SC zu seiner ersten guten Torchance kam. Nach Doppelpass mit Iashvili über links flankte Pitroipa in den Rücken der Braunschweiger Abwehr, wo Mohamad lauerte. Der Libanese nahm das Leder an und drosch es nur um Zentimeter am linken Lattenkreuz vorbei. Freiburg wurde nun stärker, spielte sich in eine Art Rausch, während die Braunschweiger ein wenig den Faden zu verlieren schienen. Einen Angriff über rechts von Iashvili versuchte erst Pitroipa abzuschließen, den abgeblockten Schuss konnte aber auch Aogo nicht verwerten (30.).

Der 10. Spieltag

Freiburg blieb die spielbestimmende Mannschaft, Braunschweig startete lediglich den einen oder anderen Entlastungsangriff. Die größte Chance der ersten Hälfte hatte Iashvili in der 42. Spielminute. Eine hohe Flanke legte Coulibaly dem Georgier per Kopf genau vor die Füße. Dieser fackelte nicht lange und knallte das Leder aufs Eintracht-Tor. Torhüter Stuckmann zeichnete sich durch eine tolle Parade aus, bei der er den Ball gerade noch an den linken Pfosten lenken konnte.

Der SC kam motiviert aus der Kabine und agierte auch zu Beginn der zweiten Halbzeit offensiv. Braunschweig beschränkte sich vorerst wieder nur aufs Kontern und ließ den Freiburgern viel Raum. Immer wieder brachten die Angriffe der Finke-Schützlinge die Braunschweiger Abwehr in Bedrängnis. Vor allem die quirligen Pitroipa und Iashvili zeigten gutes Kombinationsspiel vor dem Strafraum der Niedersachsen. In der 61. Minute wurde der Offensivdrang der Freiburger belohnt. Nach tollem Zusammenspiel von Iashvili mit Pitroipa flankte der georgische Nationalspieler hoch in den 16er hinein, wo Mohamed nur noch hochzusteigen brauchte, um das Leder im Kasten von Stuckmann zu versenken. Sein direkter Gegenspieler Jülich machte keine Anstalten, ihn daran zu hindern. Logische Folge: 1:0.

Es dauerte keine weiteren sechs Minuten und schon war die Partie für den Torschützen beendet. Nach einem Foul sah der Libanese die Gelb-Rote Karte (67.) und Freiburg musste knapp 25 Minuten in Unterzahl gegen nun wild anstürmende Braunschweiger durchhalten. In der 77. Minute war der Ball plötzlich im Freiburger Tor. Ein Schuss von Rodrigues landete im linken Lattenkreuz. Schiedsrichter Fleischer entschied zunächst auf Tor, widerrief seine Entscheidung jedoch kurz darauf, da sein Schiedsrichterassistent eine Abseitsposition von Grimm gesehen hatte, der zuerst passiv stand, jedoch dem Freiburger Keeper Walke die Sicht versperrte und somit aktiv das Spielgeschehen beeinflusste (77.). Dies löste Empörung bei den Niedersachsen aus, auf der anderen Seite freuten sich die Badener.

Danach steckte Braunschweig aber nicht zurück, sondern drängte weiter auf den Ausgleich und kam in der 83. Minute noch einmal durch den eingewechselten Fuchs zu einer Chance, die Torhüter Walke aber zu vereiteln wusste. Die letzte Chance der Partie hatte der sehr agile Iashvili, der nach einem Konter über Hansen angespielt wurde und den Ball trocken auf den Eintracht-Kasten drosch. Stuckmann war jedoch erneut zur Stelle und hielt das Leder fest.

Spieler des Spiels

Boubacar Diarra Abwehr

2
Tore und Karten

1:0 Mohamad (61', Kopfball, Iashvili)

Freiburg

Walke 3 - Sanou 3 , Mohamad 2,5 , Diarra 2, Schwaab 3,5 - Riether 3,5, Antar 3,5, Aogo 3 , Coulibaly 4 - Pitroipa 4,5 , Iashvili 2,5

Braunschweig

Stuckmann 2,5 - Holsing 4,5 , Jülich 4, Grimm 3, Tauer 4 - Siegert 3, Lieberknecht 3,5 , Brinkmann 3,5, K. Rodrigues 3, D. Weiland 4 - Schweinsteiger 4,5

Schiedsrichter-Team

Dr. Helmut Fleischer Sigmertshausen

2
Spielinfo

Stadion

Badenova-Stadion

Zuschauer

12.000

Freiburg konnte nun der dritten Sieg in Folge verbuchen und pirscht sich langsam wieder ans obere Tabellendrittel heran. Tabellennachbar Augsburg empfängt die Breisgauer am kommenden Wochenende. Für Braunschweig hingegen geht trotz guter Leistung die Talfahrt weiter. Die Vasic-Elf verließ zum dritten Mal in Serie den Platz als Verlierer und muss als Tabellenletzter nächste Woche gegen Unterhaching im Kellerduell ran.