Bundesliga

Timo Werner und der Blick auf Rang 1: "Wir ziehen unseren Fußball durch"

RB Leipzig rückt näher an Tabellenführer Gladbach heran

Werner und der Blick auf Rang 1: "Wir ziehen unseren Fußball durch"

Timo Werner ist Stürmer bei RB Leipzig.

Trifft und trifft und trifft: Leipzigs Timo Werner. imago images

Wie rund es dieser Tage bei RB Leipzig läuft, lässt sich allein schon an Timo Werners Zahlen ablesen: Der Nationalspieler steht nach den ersten zwölf Spieltagen bereits bei zwölf Saisontreffern (persönlicher Rekord) und hat außerdem in seinen jüngsten drei Partien sechsmal genetzt. Weil auch der gesamte Rest des Teams von Trainer Julian Nagelsmann bestens funktioniert und fünf Pflichtspiele in Folge mit insgesamt 24:4 Toren gewonnen hat, steht vollkommen zu Recht Bundesliga-Rang 2 vor dem punktgleichen FC Bayern (jeweils 24) und knapp hinter Tabellenführer Gladbach (25 Zähler) zu Buche.

Für einen Aufruf in Richtung Meisterschaft kommt die aktuelle Momentaufnahme laut Werner wenig verwunderlich deutlich zu früh, dennoch gab der 23-Jährige nach dem souveränen 4:1 gegen den 1. FC Köln gegenüber "Sky" selbstbewusst an: "Die aktuelle Tabellenkonstellation kommt ja nicht von ungefähr. Wir ziehen unseren Fußball durch. Wir wollen den Weg weitergehen und vielleicht am Ende nicht nur Zweiter, sondern noch einen Platz weiter vorne stehen. Doch wir schauen mal, was am Ende dabei herausspringt. Wir stehen in jedem Fall in allen Wettbewerben gut da und können auch weiterhin in allen drei Wettbewerben dick dabei sein."

Mehr Tore unter Nagelsmann

Werner strahlte dabei aus gutem Grund, schließlich hatte er mit seinen Kollegen soeben Aufsteiger Köln keine Chance gelassen: "Wir haben heute wieder ein super Spiel gemacht. Gerade das 1:0 war wieder einmal typisch Leipzig, ein schneller Angriff und dann das frühe Tor. Außerdem haben wir auch zwei Standardtore (Elfmeter und direkter Freistoß von Emil Forsberg; Anm.d.Red.) gemacht, was bei uns auch immer besser klappt."

Doch was ist der Unterschied zum neuen Leipzig unter Nagelsmann? Werner: "Wir spielen unter Julian nicht mehr so oft zu Null wie noch unter Ralf Rangnick, dafür schießen wir aber richtig viele Tore, wie man sieht." In der Tat lässt sich so ein Trend erkennen: Hatten die Roten Bullen 2018/19 am Ende der Saison nach 34 Runden 63 Treffer bei nur 29 Gegentoren verzeichnet, stehen sie nun schon bei 33 Treffern nach zwölf Ligaspielen - und bei 13 Gegentoren.

Nagelsmann ist "sehr zufrieden"

Nagelsmann selbst wollte derweil nicht groß ausholen, er blickte vielmehr schon voraus auf das Champions-League-Heimspiel gegen Benfica Lissabon: "Wir hatten den Gegner sehr gut im Griff. Letztendlich haben wir die Partie verdient gewonnen. Ich bin mit den Ergebnissen und den Auftritten sehr zufrieden. Wir müssen am Mittwoch (21 Uhr; Anm.d.Red.) schauen, dass wir wieder so ein Feuerwerk abrufen, um das Achtelfinale klarzumachen."

Einziger dicker Wermutstropfen an diesem Abend: Verteidiger Dayot Upamecano bekam kurz vor Spielschluss noch einen üblen Tritt ans linke Sprunggelenk von Simon Terodde (Gelb) ab, musste vom Feld direkt in den Spielertunnel humpeln. Eine genaue Diagnose steht noch aus.

mag

Bilder zur Partie RB Leipzig - 1. FC Köln