Union Berlin ärgert erneut einen Tabellenführer

Gladbach lässt "klaren Plan" vermissen, Union nicht

Union Berlin gegen Borussia Mönchengladbach

Ein Bild, zwei Gefühlswelten: Während Union den zweiten Treffer feiert, schleichen die Borussen zum Anstoß. imago images

Die gute Nachricht aus Gladbacher Sicht zuerst: Die Borussia ist auch nach dem 12. Spieltag noch Tabellenführer der Bundesliga. Aber durch die verdiente 0:2-Niederlage bei Union Berlin büßte die Elf vom Niederrhein fast ihren gesamten Vorsprung ein und liegt nun nur noch einen Zähler vor dem ersten Verfolger Bayern München.

Insgesamt waren die Gladbacher viel zu harmlos, die Berliner wiederum zeigten genau "die Grundtugenden, die Union ausmachen", erklärte Rechtsverteidiger Christopher Trimmel am "Sky"-Mikrofon. Denn, so der Österreicher weiter, will man gegen die Fohlenelf eine Chance haben, dann müsse man ihnen auf den Füßen stehen.

Die läuferische wie auch kämpferische Herangehensweise der Eisernen fiel auch den Gladbachern auf. "Sie waren vorne sehr präsent und haben viele Kopfballduelle gewonnen", meinte Mittelfeldmann Florian Neuhaus.

Gerade in der Defensive ließ Union, bis auf einige Momente in der Anfangsphase, nahezu gar nichts zu. Und auch deshalb resümierte der Gladbacher zu Recht: "Wir hatten dann nicht mehr den klaren Plan." Offensivkollege Patrick Herrmann fügte noch hinzu: "Wir sind nie richtig durchgekommen."

Auf der anderen Seite war bei Union die Freude über den dritten Sieg in Bundesliga-Sieg in Serie riesengroß. Dazu wurde schon zum zweiten Mal ein Tabellenführer an der Alten Försterei geschlagen. Setzt die Fischer-Elf diesen Weg in den kommenden Wochen auf Schalke, gegen Köln und in Paderborn weiter fort, kann schon vor Weihnachten ein großer Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht werden.

ssc