2. Bundesliga 2006/07, 7. Spieltag
21:30 - 60. Spielminute

Spielerwechsel (Köln)
Scherz
für Novakovic
Köln

21:45 - 74. Spielminute

Spielerwechsel (Karlsruhe)
Mutzel
für Porcello
Karlsruhe

21:49 - 77. Spielminute

Tor 0:1
Kapllani
Rechtsschuss
Vorbereitung Federico
Karlsruhe

21:52 - 79. Spielminute

Spielerwechsel (Köln)
Gambino
für Broich
Köln

21:52 - 79. Spielminute

Spielerwechsel (Köln)
Epstein
für Madsen
Köln

21:53 - 80. Spielminute

Spielerwechsel (Karlsruhe)
Staffeldt
für Freis
Karlsruhe

21:55 - 83. Spielminute

Tor 1:1
Lagerblom
Linksschuss
Köln

21:55 - 84. Spielminute

Gelbe Karte
Aduobe
Karlsruhe

21:57 - 86. Spielminute

Gelbe Karte
Eggimann
Karlsruhe

22:02 - 90. + 2 Spielminute

Gelbe Karte
Alpay
Köln

KOE

KSC

Köln und KSC liefern sich einen sehenswerten Schlagabtausch

Lagerblom-Knaller rettet das Remis

Traf aus gut 22 Metern zum 1:1: Kölns Pekka Lagerblom.

Traf aus gut 22 Metern zum 1:1: Kölns Pekka Lagerblom. dpa

Kölns Trainer Hanspeter Latour änderte sein Team im Vergleich zur 0:2-Niederlage in Paderborn auf zwei Positionen: Den Ausfall von Mittelfeldspieler Baykal (Muskelfaserriss) sollte Madsen kompensieren, der nach seiner Adduktorenzerrung grünes Licht gab. Zudem stürmte Chihi anstelle von Scherz neben Novakovic. Ebenfalls zwei Umstellungen nahm KSC-Trainer Edmund Becker gegenüber dem 3:2-Erfolg gegen Augsburg vor: Für den Rot-gesperrten Kies agierte Dick rechts in der Vierer-Abwehrkette, im Sturm kehrte Kapplani nach Gelb-Rot-Sperre zurück. Orahovac musste weichen.

Das Topspiel in Köln begann munter. Dem heimischen FC merkte man an, dass er die Pleite von Paderborn vergessen machen und auf die harsche Kritik von Präsident Overath die richtige sportliche Antwort geben wollte.

Hohes Tempo, schnelle Kombinationen und viele Torabschlüsse kennzeichneten das Spiel der "Geißböcke", die bereits in Minute eins den ersten Warnschuss Richtung KSC-Gehäuse abgaben. Miller konnte den Novakovic-Knaller mit Mühe halten. Ehret (3.) und Cabanas (8., 11.) setzten das Spielgerät knapp neben das Tor, Chihi traf, nachdem er Eggimann im Strafraum ausgetanzt hatte nur das Außennetz (12.).

Der 7. Spieltag

Der KSC stand in dieser Phase unter Dauerdruck, fand keine Ruhe beim Spielaufbau und sich weiter der stürmischen Latour-Elf gegenüber. Die hatte durch einen Drehschuss von Cabanas (14.) die nächste Chance. Erst nach gut 20 Minuten konnte Karlsruhe etwas aufatmen, und traute sich auch in die Hälfte des FC. Bei einem viel versprechenden Vorstoß kam Federico von Haas touchiert im Strafraum zu Fall, Schiedsrichter Wagner pfiff nicht (27.).

Köln weiter optisch überlegen, doch die Nadelstiche des KSC saßen. Erst konnte Kapllani im letzten Moment am Einschuss gehindert werden (32.), dann stieß Carnell in die Lücke der FC-Abwehrkette, scheiterte aber am glänzend reagierenden Wessels (34.). Die Becker-Elf profitierte in dieser Phase vor allem auch von sich einschleichenden Nachlässigkeiten der Kölner beim Passspiel, die sich so in der Offensive nicht mehr in Szene setzen konnten. Einen Aufreger gab es noch vor der Pause, als Miller von Porcello behindert der Ball aus der Hand fiel, Chihi das Missgeschick des KSC-Keepers aber nicht nutzen konnte (40.).

Beide Teams fighteten auch zu Beginn des zweiten Durchgangs um jeden Zentimeter Boden, ohne dabei große Gefahr heraufzubeschwören. Mit der Einwechslung von Scherz nach einer Stunde erhöhte Köln wieder die Schlagzahl. Erst scheiterte Madsen per Kopf vom hinteren Fünfmetereck am glänzend reagierenden Miller, der die Kugel noch über die Latte lenkte. Beim anschließdenden Eckball rettete Federico auf der Linie, nachdem Scherz das Leder Richtung Tor bugsiert hatte (60.).

Nur kurz später ergab sich für Madsen nach einem weiten Einwurf von Haas und der Verlängerung per Kopf durch Scherz die nächste dicke Gelegenheit, doch der Däne köpfte völlig unbedrängt aus kurzer Distanz Miller in die Arme (63.). Eine scharfe Hereingabe von Ehret drückte Scherz aus kurzer Distanz Richtung KSC-Tor, doch erneut war Miller zur Stelle und rettete per Fußabwehr (73.).

Besser machte es Kapllani, der einen Pass von Federico mit vollem Risiko rechts oben ins das FC-Tor drosch und den KSC überraschend in Führung brachte (77.). Sechs Minuten später kamen die Domstädter aber zum verdienten Ausgleich, als ein Knaller von Lagerblom aus gut 22 Metern im rechten Toreck einschlug.

Karlsruhe geriet in der Schlussphase noch einmal gehörig unter Druck, zwei Großchancen von Scherz (89., 90.) führten aber dank KSC-Schlussmann Miller nicht mehr zum Erfolg für den FC.

Spieler des Spiels

Markus Miller Tor

1
Tore und Karten

0:1 Kapllani (77', Rechtsschuss, Federico)

1:1 Lagerblom (83', Linksschuss)

Köln

S. Wessels 4,5 - Haas 4, Mitreski 3,5, Alpay 2,5 , Ehret 3 - Lagerblom 2,5 , Broich 4 , Cabanas 3,5, Madsen 4 - Novakovic 5 , Chihi 3,5

Karlsruhe

Miller 1 - Dick 4,5, Eggimann 3,5 , Franz 2,5, Eichner 3,5 - Aduobe 2,5 , Federico 3,5, Carnell 3, Porcello 5 - Kapllani 3 , Freis 4,5

Schiedsrichter-Team

Lutz Wagner Kriftel

4
Spielinfo

Stadion

Rhein-Energie-Stadion

Zuschauer

40.000

Der 1. FC Köln und der Karlsruher SC trennen sich nach einer rassigen Auseinandersetzung mit 1:1. Köln ist nun in Unterhaching gefordert, der noch ungeschlagene KSC muss seine weiße Weste gegen Carl Zeiss Jena behaupten.