20:45 - 30. Spielminute

Tor 1:0
Kern
Kopfball
Vorbereitung Rydlewicz
Rostock

20:48 - 33. Spielminute

Spielerwechsel (K'lautern)
Daham
für Schönheim
K'lautern

21:17 - 46. Spielminute

Spielerwechsel (K'lautern)
Simpson
für Riihilahti
K'lautern

21:29 - 58. Spielminute

Spielerwechsel (Rostock)
von Walsleben-Schied
für Cetkovic
Rostock

21:41 - 69. Spielminute

Spielerwechsel (Rostock)
K. Madsen
für Kern
Rostock

21:43 - 71. Spielminute

Gelb-Rote Karte
Demai
K'lautern

21:42 - 71. Spielminute

Gelbe Karte
Ouattara
K'lautern

21:46 - 74. Spielminute

Tor 2:0
Béda
Eigentor, Rechtsschuss
Vorbereitung Rahn
Rostock

21:48 - 75. Spielminute

Spielerwechsel (K'lautern)
Lexa
für Karadas
K'lautern

22:01 - 89. Spielminute

Spielerwechsel (Rostock)
Hähnge
für Shapourzadeh
Rostock

ROS

FCK

2. Bundesliga

Béda bricht Lautern das Genick

Demai erweist Pfälzern einen Bärendienst

Béda bricht Lautern das Genick

Enrico Kern im Zweikampf mit Sven Müller. Rahn (re.) schaut zu.

Intensive Partie: Rostocks Enrico Kern im Zweikampf mit Sven Müller. Rahn (re.) schaut zu. dpa

Bei Hansa Rostock gab es im Vergleich zur 1:2-Niederlage im DFB-Pokal in Babelsberg folgende personelle Änderungen: Langen und Cetkovic spielten an Stelle von Rathgeb und Hansen (Mittelfuß-Probleme).

Kaiserslauterns Trainer Wolfgang Wolf brachte im Vergleich zum 2:0-Pokalerfolg in Gera Schönheim für Daham.

Die Hansa-Fans hatten vor der Partie ein Zeichen gegen Rassismus gesetzt und im Ostseestadion ein großes Plakat mit der Aufschrift "Gerald - Es waren nur wenige - heute meldet sich die anders denkende Mehrheit" angebracht. Hintergrund der Aktion waren rassistischen Rufe gegen Nationalspieler Gerald Asamoah in der DFB-Pokalpartie der zweiten Rostocker Mannschaft gegen den FC Schalke 04 (1:9) vor neun Tagen. Hansa war danach vom DFB mit einer Geldstrafe von 20 000 Euro belegt worden. Zudem findet die nächste Partie der Oberliga-Mannschaft am 30. September gegen den BFC Preussen unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Beide Teams begannen forsch, auch die Gäste aus der Pfalz versteckten sich nicht. Hansa erspielte sich aber früh Feldvorteile, war häufig einen Schritt schneller und drängte Lautern in die Defensive. Gefahr für das Tor von Keeper Macho strahlten die Rostocker aber keine aus, die Abwehr des FCK war aufmerksam.

Die Wolf-Schützlinge lauerten auf Konter, spielten nach Balleroberung schnell in die Spitze. Die bis dato beste Chance besaß Hajnal, der aus 16 Meter frei zum Schuss kam, der Ball wurde aber leicht abgefälscht und strich über den Querbalken (13.).

Die Rostocker Fans hatten in der 20. Minute den Torschrei auf den Lippen: Kern spielte Rydlewicz rechts frei, der Hansa-Kapitän zog stramm aus 16 Metern halbrechter Position ab, doch Macho wehrte den Schuss zur Seite ab. Und nur drei Minuten später hatte Hansa großes Pech: Shapourzadeh schoss nach schöner Vorarbeit von Kern aus sechs Metern halbrechter Position, Schönheim bekam aber noch ein Bein dazwischen, der Ball landete an der Latte.

So dauerte es bis zur 30. Minute, ehe die Überlegenheit der Hanseaten belohnt wurde: Rydlewicz flankte mit Gefühl von rechts nach innen, Kern stieg hoch und köpfte aus fünf Metern in den rechten Winkel. Ouattara kam zu spät.

FCK-Trainer Wolf reagierte prompt auf den Rückstand und brachte Angreifer Daham für Schönheim, der nicht seinen besten Tag erwischte. Doch auch diese Maßnahme fruchtete nicht, Lautern blieb gegen die zweikampfstarken Rostocker meist zweiter Sieger und fand nicht ins Spiel. Rostock dagegen hätte bei besserer Chancenverwertung die Führung ausbauen können.

Nach dem Wechsel entwickelte sich zunächst ein offener Schlagabtausch mit hervorragenden Chancen auf beiden Seiten. Zunächst prüfte Daham Torhüter Schober mit einem satten 16-Meter-Schuss, dann hob Shapourzadeh auf der anderen Seite den Ball aus drei Metern über Macho und das Tor. Und erneut im Gegenzug kam Daham aus elf Metern frei zum Schuss, doch Schober lenkte den Ball mit einer Glanzparade an die Latte.

Das Spiel war nun völlig offen, beide Teams gingen enorm hohes Tempo, nahmen die Zweikämpfe an und suchten stets den Weg zum Tor. Lautern agierte viel mutiger und engagierter als in Hälfte eins und brachte die Rostocker Hintermannschaft immer wieder in Verlegenheit. Vor allem Daham sorgte stets für Unruhe.

Und die Pfälzer wurden immer stärker: Hajnal kam nach einem Abpraller aus elf Metern frei zum Schuss, Schober musste all sein Können aufbringen und rettete. Karadas nahm den Abpraller mit dem Kopf aus sechs Metern, doch Schober lenkte den Ball artistisch über die Latte.

Dann überschlugen sich auf der anderen Seite die Ereignisse. Erst sah Ouattara Gelb bei einem Notbremse-verdächtigen Foul. Demai beschwerte sich heftig bei Schiedsrichter Stark und sah Gelb. Als Demai weiter meckerte, musste er mit Gelb-Rot vorzeitig zum Duschen (71.).

Hansa wachte nun in Überzahl wieder auf aus einer gewissen Starre und kam prompt zum 2:0: Rahn drang von der linken Seite druckvoll in den Strafraum ein. Béda versuchte zu klären und rutschte unglücklich in den Ball, für Macho war da nichts zu halten (75.).

Der FCK war nun geschockt, Rostock ließ den Ball über viele Stationen durch die eigenen Reihen zirkulieren und kontrollierte das Spiel.

Die Pfälzer bäumten sich zwar nochmal auf, mobilisierten alle Kräfte, bewiesen große Moral, doch Rostock brachte den Vorsprung routiniert über die Zeit und setzte selbst noch zu vielversprechenden Gegenstößen an.

Spieler des Spiels

Mathias Schober Tor

2
Tore und Karten

1:0 Kern (30', Kopfball, Rydlewicz)

2:0 Béda (74', Eigentor, Rechtsschuss, Rahn)

Rostock

Schober 2 - Langen 3, Sebastian 3,5, Gledson 3,5, Stein 4 - Bülow 3, Rydlewicz 3, Rahn 3, Kern 2 - Cetkovic 4 , Shapourzadeh 3

K'lautern

Macho 3 - Ouattara 4,5 , Béda 4 , Schönheim 5 - S. Müller 4,5, Riihilahti 4,5 , Bellinghausen 5, Hajnal 4, Demai 5 , Reinert 4 - Karadas 4

Schiedsrichter-Team

Wolfgang Stark Ergolding

2
Spielinfo

Stadion

Ostseestadion

Zuschauer

16.000

Hansa Rostock reist nun am 5. Spieltag als Tabellenzweiter zum FC Augsburg, Lautern dagegen dümpelt als Neunter erstmal im Mittelfeld der Zweiten Liga, kann aber schon am Freitag gegen Koblenz wieder für bessere Stimmung sorgen.